Märkte / Aktien

Fondsmanager werden vorsichtiger

Der Optimismus ist verflogen, die Anlageprofis rechnen nicht mehr mit ungebremstem Wirtschaftswachstum. Angst vor einer Rezession haben sie aber nicht.

Die Profianleger verlieren ihren Glauben an stetiges Wachstum: Waren sie im Juni noch mehrheitlich der Meinung, dass sich die Konjunkturerholung fortsetzt, wird das Lager der Optimisten nun immer kleiner. Das zeigt die jüngste Umfrage von Bank of America. Gingen im März netto 91% der Befragten davon aus, dass die Weltwirtschaft über die kommenden zwölf Monate expandieren wird, ist der Anteil im August auf 27% gesunken – das ist so tief wie zuletzt im April 2020.

Das Schwinden der Zuversicht zeigt sich auch an den gefallenen Gewinn­erwartungen für die Unternehmen. Nur noch 41% der Fondsmanager rechnen mit höheren Profiten, weniger als halb so viel wie noch im März. Und erstmals seit über einem Jahr geht die Mehrheit der Befragten davon aus, dass die Margen der Unternehmen abnehmen werden.

Zinserhöhung erwartet

Ebenfalls nach unten revidiert wurden die Inflationserwartungen. Die Zahl der Anleger, die mit höheren Preisen rechnen, hält sich beinahe die Waage mit denjenigen, die dies nicht erwarten. Entsprechend sagen auch weiterhin zwei Drittel der Fondsmanager, dass die Inflation nur ein vorübergehendes Phänomen ist. Deutlich zugenommen hat hingegen die Antizipation höherer kurzfristiger Zinsen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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