«Netto null»: Der Begriff ist omnipräsent. Viele Länder und Ländergruppen haben sich darauf verpflichtet, ihren Ausstoss an Treibhausgasen bis 2050 auf netto null zu reduzieren. Das Ziel ist sehr ambitioniert. Der Energieverbrauch von 64 Ländern, für die entsprechende Daten vorliegen, beruhte gemäss einer Zusammenstellung des Portals Visualcapitalist für den Zeitraum 2009 bis 2018 zu 86,3% auf fossilen Energieträgern. An der Spitze lag Öl, mit einem Anteil von gut einem Drittel. Die Anteile von Nuklearenergie und Wasserkraft sind gering, diejenigen von Wind und Sonne marginal – trotz vielerorts massiver Subventionen. Einige Länder, etwa die Erdölförderer Saudi-Arabien oder Kuwait, stützen sich zu 100% auf fossile Energieträger. Deren Anteil ist auch in Entwicklungsländern hoch. Daraus lässt sich erahnen, wie schwierig und teuer ein Umschwenken der Energieversorgung im globalen Rahmen ist. Immerhin gibt es Lichtblicke: In einigen, vor allem hoch entwickelten Ländern spielen ­fossile Energieträger eine kleinere Rolle. So stützt sich etwa Island zu 81,6% auf nicht fossile Energieträger. Sehr hoch ist dafür der Anteil der Wasserkraft. Die Schweiz gehört mit einem Anteil von rund der Hälfte nicht fossiler Energie zur Spitzengruppe. Allerdings wird der Anteil mit dem Ausstieg aus der Kernenergie sinken. Sonne und Wind dürften den Wegfall der Kernkraft nicht kompensieren können.