Unternehmen / Energie

Fossiler Restposten oder Kursperle?

Siemens plant mit der Abspaltung des Energiegeschäfts die grösste Transformation der Konzerngeschichte. Und noch ein Börsenkandidat wartet.

Zwei Börsengänge im Energiesektor waren in Deutschland ursprünglich für das zweite Halbjahr geplant. Beide Börsenkandidaten machen ihren Umsatz mehrheitlich mit fossilen Energien. Angesichts der tiefen Öl- und Gaspreise ist das Umfeld besonders rau. Siemens hält am Plan zur Abspaltung des Energiegeschäfts fest, BASF zögert. 

Der Bereich Siemens Gas and Power umfasst unter anderem Kohle- und Gas-basierte Stromerzeugung, Anlagen für die Ölförderung sowie die Übertragung von Energie. Er steuerte im vergangenen Geschäftsjahr 18 Mrd. € zum Umsatz von Siemens von insgesamt 87 Mrd. € bei. Das Windenergie-Unternehmen Siemens Gamesa, an dem Siemens 67% hält, erwirtschaftete gut 10 Mrd. Nun werden Gamesa sowie Gas and Power abgespalten und  sollen am 28. September unter dem Namen Siemens Energy an die Börse kommen. Die separat gelistete Gamesa soll weiter als eigenständige Marke bestehen. Pro zwei Siemens-Titel gibt es eine Aktie von Siemens Energy. So gibt der Konzern 55% an Siemens Energy an die Aktionäre ab. Selbst behält er 35%, der Rest geht an die Siemens-Pensionskasse.

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