Märkte / Devisen

Franken kratzt am Jahreshöchst

Der Euro-Franken-Wechselkurs fiel am Donnerstag temporär unter die Marke von 1.07.

Es ist wieder einmal soweit: Die Nervosität an den Märkten hat über die vergangenen Wochen zugenommen, der Risikoappetit leidet und sichere Häfen sind gesucht. Diese Rahmenbedingungen haben dem Franken gegenüber dem Euro seit Mitte September wieder Flügel verliehen. Am Donnerstag mussten temporär für einen Euro sogar weniger als 1.07 Franken gezahlt werden. Dies markierte zumindest vorübergehend das Jahreshöchst für die heimische Währung gegenüber der Gemeinschaftswährung.

Der Euro konnte am Freitag im Handel wieder zulegen. Erst Mitte August drohte der Wechselkurs unter die Marke von 1.07 Fr. pro € zu fallen, doch die Schweizerische Nationalbank intervenierte mit Devisenkäufen und war damit erfolgreich. Ein weiteres Abrutschen des Wechselkurses konnte damals verhindert werden. Dies erlaubt der SNB seither, das Geschehen an den Devisenmärkten wieder von der Seitenlinie aus zu beobachten. Doch das Präsidium der Nationalbank wird nicht müde zu betonen, dass sie bei Bedarf weiter in den Markt eingreifen würden.

Analysten überrascht

Wie aus der vierteljährlichen Umfrage der FuW, die Ende September veröffentlicht wurde, hervorgeht, kommt diese erneute Aufwertung des Frankens für die Devisenanalysten eher überraschend. Denn darin waren sich die Auguren noch vor kurzem einig: Der Euro wird gegenüber dem Franken nicht mehr deutlich abwerten. Bei einem Kurs von 1.08 Fr./€ wurde am ehesten von einer Seitwärtsbewegung ausgegangen. Vier der sechs befragten Banken prognostizieren den Wechselkurs per Ende Dezember bei 1.10 Fr./€ oder darüber.

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