Märkte / Anleihen

Frankenanleihen drohen Verluste

In Zeiten steigender Renditen müssen sich Anleger auf einen Kursrückgang einstellen. Das Emissionsvolumen der Schweizer Unternehmen ist 2021 gesunken.

Die steigenden Marktzinsen zu Beginn dieses Jahres geben einen Vorgeschmack darauf, was 2022 am Obligationenmarkt bevorsteht. Noch ist allerdings nicht ausgemacht, dass die Verzinsung wie 2021 steigen wird.

Vorerst zeichnet sich für Anleger in Frankenobligationen ab, dass sie sich wohl auf Kursverluste einstellen müssen. Zumindest für die ersten Monate dieses Jahres, wenn dann die weltweiten Infla­tions- und Wachstumssorgen allmählich abklingen sollten. Für einen positiven Ertrag ist wichtig, dass die fixen Coupons die Kursverluste der Anleihen kompensieren.

Vieles hängt im weiteren Jahresverlauf davon ab, wie lange die globalen Lieferengpässe die Weltwirtschaft noch ausbremsen. Lassen die Sorgen nach, dürften vor allem die realen Renditen wieder ­deutlich steigen: Das ist die Verzinsung, die Anleger für Papiere oder Swaps verlangen, die einen automatischen Inflationsschutz enthalten und daher die Konjunkturaussichten besser reflektieren.

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