Kein anderes Land verfügt, umgerechnet in die globale Leitwährung Dollar, auch nur annähernd über so hohe Fremdwährungsreserven wie die Volksrepublik China. Im ersten Quartal waren das nach Zahlen des Internationalen Währungsfonds 3162 Mrd. $. Einschliesslich der Sonderverwaltungszone Hongkong wären es gar 3600 Mrd. $. Japan, das traditionell grosse Devisenbestände hortet, folgt mit 1205 Mrd. $ auf dem zweiten Rang; das mag etwas erstaunen, wo doch der Yen eine weltweit akzeptierte Reservewährung ist. Der Grund mag in den hohen Einnahmen aus dem Export liegen. An dritter Stelle liegt die Schweiz mit umgerechnet 786 Mrd. $. Hier schlagen die enorm hohen Devisenbestände zu Buche, die von der Schweizerischen Nationalbank in ihrem chronischen Kampf gegen die Überbewertung des Frankens erworben wurden. Es fällt auf, dass die drei nordischen Länder, die auch nicht der Eurozone angehören – Dänemark, Norwegen, Schweden –, sich nicht im entferntesten derart exponieren mussten wie die Schweiz, um ihre jeweilige Krone vor den Auswirkungen der Eurokrise zu schützen. Ein Eurozone-Schwergewicht wie Deutschland verfügt nicht einmal über ein Zwanzigstel der schweizerischen Reserven. Die USA benötigen «Funny Money» ohnehin nicht. Sie geniessen das «Exorbitant Privilege», Dollar zu drucken, die der Rest der Welt faktisch kaufen muss.