Unternehmen / Ausland

Fresenius bläst Milliarden-Übernahme ab

Der Gesundheitskonzern kündigt die Vereinbarung über den rund 4,4 Mrd. € schweren Zukauf des US-Generika-Unternehmens Akorn.

(Reuters) Fresenius lässt die zweitgrösste Übernahme in der Firmengeschichte platzen. Der Bad Homburger Gesundheitskonzern kündigte die Vereinbarung über den rund 4,4 Mrd. € schweren Zukauf des US-Generika-Unternehmens Akorn auf. Die Amerikaner hätten mehrere Vollzugsvoraussetzungen nicht erfüllt, teilte Fresenius am Sonntagabend mit. Der Entscheidung lägen unter anderen schwerwiegende Verstösse gegen Vorgaben der US-Gesundheitsbehörde FDA zur Datenintegrität bei Akorn zugrunde, die während der von Freseniuseingeleiteten, unabhängigen Untersuchung gefunden worden seien.

Die Übernahme wackelt bereits seit einigen Wochen. Fresenius liess nach anonymen Hinweisen prüfen, ob Akorn falsche Angaben bei der Produktentwicklung gemacht hat. Im Februar stellte der Dax-Konzern die Transaktion öffentlich in Frage. Akorn wäre der zweitgrösste Zukauf in der Fresenius-Geschichte nach der Akquisition des spanischen Klinkbetreibers Quironsalud für 5,8 Mrd. € vor gut einem Jahr gewesen.

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