Märkte / Aktien

Fünf Gewinneraktien der Woche 01/22

«Finanz und Wirtschaft» zeigt fünf Titel aus dem SPI, die in der vergangenen Woche deutlich zugelegt haben.

Der Schweizer Aktienmarkt hat eine turbulente erste Woche des neuen Jahres hinter sich. Rasant steigende Omikron-Fallzahlen weltweit gepaart mit Zins- und Inflationsängsten hielten die Anleger auf Trab. Diese Grundstimmung dürfte auch in der nächsten Woche die Gemüter bewegen.

Gleichzeitig legen bereits erste Unternehmen ihre Umsatzzahlen für das vergangene Jahr vor und geben damit erste Hinweise, wie das zweite Coronajahr für die Wirtschaft insgesamt gelaufen ist. Die folgenden Werte aus dem SPI gehören zu den FuW-Gewinnern der Woche von Montag, 03., bis Freitag, 07. Januar:

1. Relief Therapeutics +62,4% (Wochenperformance)

Der Partner des Biopharma-Unternehmen NRx hat bekannt gegeben, dass sie bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einen Antrag auf Notfallzulassung für Zyesami eingereicht haben. Zudem hat das Unternehmen per Ende Januar eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen. Dabei wird unter anderem Michelle Lock zur Zuwahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Ausserdem sollen das Vergütungsreglement für das Gremium angepasst und verschiedene Passagen der Statuten überarbeitet werden. Ebenfalls hat Relief ein Update zu seiner hängigen Klage gegen seinen US-Partner NeuroRx und dessen CEO Jonathan Javitt gegeben. Wie die Gesellschaft am Donnerstag mitteilte, haben NeuroRx und Javitt zwei Anträge bei Gericht eingereicht. Demnach soll der der Antrag auf Entlassung von CEO Javitt abgelehnt werden. Ebenso haben sie laut Relief beantragt, bestimmte Aussagen in der Klage von Relief zu streichen. Relief habe mit der Prüfung der Eingaben der Beklagten begonnen und werde zu einem späteren Zeitpunkt in einer angemessenen Eingabe an das Gericht antworten.

2. Rieter +9,5%

Rieter-Grossaktionär Luc Tack hat seine Beteiligung am Winterthurer Spinnereimaschinenhersteller ausgebaut, trotz seines Abgangs aus dem Verwaltungsrat im Streit. Tack hält nun einen Anteil von 15,02% am Traditionskonzern, nachdem er zuvor 11,69% besessen hatte. Tack besitz 701’835 Namenaktien von Rieter, wie aus einer Beteiligungsmeldung an die Schweizer Börse SIX vom Donnerstag hervorgeht. Der Belgier war erst im März zum zweitgrössten Rieter-Aktionär nach Stadler-Patron Peter Spuhler (22,07%) aufgestiegen, als er den 11,516%-Anteil des Aargauer Industriellen Michael Pieper übernommen hatte.

3. UBS +8,3%

Diese Woche waren zinssensitive Titel gefragt. Den grössten Kursgewinn unter den Schweizer Finanztiteln verzeichneten UBS. Anleger sind zuversichtlich für die Ergebnisentwicklung im laufenden Jahr. Zudem gab es gleich mehrere positive Analystenstimmen zu den UBS-Valoren. Die Grossbank ändert zudem den Referenzsatz bei ihrer 2019 begebenen Tier1-Anleihe und bezieht sich neu auf den Saron (Swiss Average Rate Overnight). Die am 13. November 2019 ausgegebene UBS-Anleihe, die dem Eigenkapital zugerechnet wird, hat bis zum ersten Kündigungsdatum am 13. November 2025 einen festen jährlichen Zinssatz von 3%. Danach sollte der Zins indirekt vom Franken-Libor abhängen.

4. Wisekey +6,6%

Das Cybersecurity-Unternehmen will im eigenen Datacenter in Genf sowie in einem alten Militärbunker in den Alpen der Schweiz Bitcoin-Mining betreiben. Für dieses Vorhaben sollen über die kommenden zwei Jahre bis zu 10 Mio. $ investiert werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Auf diese Weise will Wisekey Technologien entwickeln, um ihren Kunden zu grösser Cybersicherheit zu verhelfen.

5. Santhera +6%

Das Biotech-Unternehmen hat mit dem chinesischen Unternehmen Sperogenix ein Lizenzabkommen für das Medikament Vamorolone im Grossraum China abgeschlossen. Das Abkommen im Gesamtwert von 124 Mio. sieht eine Barvorauszahlung in zweistelliger Millionenhöhe sowie an den US-Zulassungsantrag gebundene Meilensteine von 20 Mio. $ vor. Die Aktien reagierten am Dienstag somit mit einem Kursplus von 12% auf 1.46 Fr. Kurz nach Börseneröffnung waren die Papiere gar bis auf 1.54 Fr. angesprungen. Der Gesamtmarkt (SPI) gibt zeitgleich allerdings 0,1% nach.