Märkte / Aktien

Fünf Gewinneraktien der Woche 47/2021

«Finanz und Wirtschaft» zeigt fünf Titel aus dem SPI, die in der vergangenen Handelswoche deutlich zugelegt haben.

In dieser Woche war es nicht nur draussen kalt. Auch am Schweizer Aktienmarkt herrschte in den vergangenen Handelstagen frostige Stimmung. Die klarsten Abgaben musste er dabei am Freitag hinnehmen. Eine neue Coronavariante hat die Anleger stark verunsichert. Für viele, die auf eine bereits als sicher geglaubte Jahresendrallye gesetzt hatten, dürften die Nachrichten eine herbe Enttäuschung sein. Auf Wochensicht schliesst der Swiss Market Index (SMI) 2,8% tiefer bei 12’199 Punkten. Zuvor hat er sieben Wochen in Folge mit Avancen abgeschlossen. Der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) verliert mit 1,9% etwas weniger und geht mit 15’596 Punkten ins Wochenende.

Die folgenden Werte aus dem SPI gehören zu den FuW-Gewinnern der Woche von Montag, 22., bis Freitag, 26. November:

1. Klingelnberg +12,5% (Wochenperformance)

Die Aktien des Maschinenherstellers haben es in den vergangenen Jahren nicht immer einfach gehabt. Seit ihrem Börsengang haben sie mehr als 50% eingebüsst. Trotz dieser mageren Performance gibt es noch Banken, die an das Unternehmen glauben. Wie «Cash» in dieser Woche berichtet hat, gehört der Fonds Saraselect von J. Safra Sarasin dazu. Er hat den Anteil am Maschinenbauer auf 5,74% quasi verdoppelt und ist nun zweitgrösster Aktionär.  Dass es langfristig wieder aufwärts geht, glaubt übrigens auch die Geschäftsleitung. Sie ist «mehr als zuversichtlich», im Geschäftsjahr 2022/23 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. In der vergangenen Geschäftsperiode resultierte wegen der Unwetterkatastrophe in Deutschland, die am Standort im Hückeswagen grosse Schäden angerichtet hatte, ein hoher Verlust.

2. PolyPeptide +11,8%

Die Titel des Pharmazulieferers gehören zu den Kleinen am Schweizer Aktienmarkt. In der abgelaufenen Woche gehörten sie aber für einmal zu den Grossen. Auf das Gaspedal haben sie besonders am Donnerstag und am Freitag gedrückt, allerdings ohne grosse Nachrichten. Ohnehin ist es aktuell eher ruhig um PolyPeptide. Die letzten News datieren von Anfang Monat. Da hat der Mehrheitsaktionär des Unternehmens seine Beteiligung verringert. Die Draupnir-Holding von Frederik Paulsen hat insgesamt 1,5 Mio. Polypeptide-Aktien respektive 4,5% des Aktienkapitals bei institutionellen Investoren platziert.

3. Molecular Partners +8,6%

In der vergangenen Woche mussten die Titel des Biotech-Unternehmens unten durch. Verantwortlich für den massiven Rückschlag war eine gescheiterte Studie mit einem Coronakandidaten. Die Daten von vierhundertsiebzig hospitalisierten Coronapatienten, die das Mittel erhalten hatten, haben fünf Tage nach Behandlungsbeginn keinen genug grossen Unterschied zur Placebogruppe aufgewiesen. Die Börse strafte Molecular Partners brutal ab. In der abgelaufenen Woche war nun wieder eine Gegenbewegung spürbar. Allerdings erholten sie sich nur zu einem Bruchteil und zeigten damit einmal mehr wie riskant Aktien von Biotechs sind.

4. Zur Rose +6,4%

Eine neue Coronavariante hat die Märkte am letzten Handelstag der Woche verunsichert. Doch wo es Verlierer gibt, da sind immer auch Gewinner. So waren am Freitag im breiten Markt mögliche Nutzniesser der Coronakrise gesucht. Einer davon ist die Onlineapotheke. Die Valoren legten zum Wochenschluss stark zu und arbeiteten sich in der Wochenrangliste nach oben. In den Tagen zuvor zeigten sie sich eher verhalten – wie schon im ganzen Jahr. Erst kürzlich wurde die Wachstumsprognose gekürzt und ein neuer Konzernchef vorgestellt. Die Aktien bleiben volatil, was im Sinne von Leerverkäufern ist. 

5. Gavazzi +2,8%

Das Elektronikunternehmen hat in der abgelaufenen Woche ihr Halbjahresgebnis veröffentlicht. Und das lässt sich sehen. Gavazzi hat sich von den Folgen der Pandemie vollständig erholt und profitiert nun von einer sehr hohen Nachfrage nach allen Produkten und in allen Märkten. Mit Störungen in den Lieferketten ist das Unternehmen offenbar gut zurechtgekommen. Der Umsatz stieg 34% auf 93 Mio. Fr. und entspricht den schon Mitte Oktober vorab gemeldeten vorläufigen Zahlen. Das Erreichte ist von den Anlegern mit Zukäufen belohnt worden.