Unternehmen / Energie

Für Aktionäre sind die Kosten des Atomausstiegs ein Risiko

Zwischen Alpiq und dem Bund schwelt ein Streit zur Frage, wer bei Nachschusspflichten für Stilllegung und Entsorgung der Kernkraftwerke haftet.

Es ist ein unscheinbarer Satz im Bericht von Alpiq zum Übernahmeangebot der Anlagestiftung von Credit Suisse (CSA): «Zudem sollen die Aktivitäten im Bereich Nuklearenergie in einer Gesellschaft isoliert und allfällige Risiken mit einem Ring Fencing innerhalb der Alpiq-Gruppe eingegrenzt werden.» Doch die Passage, die auch im neuen Aktionärsbindungsvertrag von Alpiq steht, birgt Zündstoff.

Es sei legitim, dass sich die CSA als neue Kernaktionärin von Alpiq vor Altlasten schützen wolle, sagt Dominik Bollier, der die CSA als Manager des Credit Suisse Energy Infrastructure Partners (CSEIP) berät. Für Eric Nussbaumer, SP-Nationalrat und Mitglied der Energiekommission, ist klar, dass die Eigentümer von Alpiq damit Nachschusspflichten bei steigenden Atomausstiegskosten von sich weisen möchten, und er findet das alarmierend. Sollten die im Stilllegungs- und Entsorgungsfonds (Stenfo) gesammelten Gelder nicht für die fünf Schweizer Atomkraftwerke (AKW) reichen und Nachschusspflichten auf die Betreiber zukommen, droht im Fall von Alpiq ein Rechtsstreit.

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