Unternehmen / Finanz

Für UBS und CS ist die Zeit der Bussen lange nicht vorbei

Weltweit zahlen Geldhäuser 2020 wieder hohe Bussen. Auch die Rechtskosten der Schweizer Grossbanken werden in Zukunft wohl kaum sinken.

Auch im Ausnahmejahr 2020 bleiben manche Dinge doch beim Alten. So wird die globale Bankbranche heuer wieder für diverse Verfehlungen zur Kasse gebeten. Laut Daten der Analyseplattform Finbold zahlten seit Jahresbeginn sechsunddreissig Banken 13,7 Mrd. $, vor allem wegen Geldwäschefällen. Die wahre Zahl dürfte höher liegen, Finbold trägt Einzelbussen erst ab einer halben Million Dollar zusammen. Führend auf der Liste – wie im Geschäft grundsätzlich – sind die US-Banken.

Die Investmentbank Goldman Sachs ist 2020 Spitzenreiter, zahlte die höchste, dritt- und neunthöchste Busse wegen des Geldwäscheskandals um den ma­laysischen Staatsfonds 1MDB. Auf Platz zwei landet die US-Grossbank Wells Fargo, wegen Millionen von Scheinkonten, die von Mitarbeitern eröffnet wurden. Als europäische Banken tauchen in den Top 10 Swedbank und Deutsche Bank auf. Erstere wegen Geldwäsche in ihrem baltischen Ableger. Letztere, weil sie im Wissen um den kriminellen Hintergrund ihres Ex-Kunden Jeffrey Epstein verdächtige Transaktionen nicht identifiziert hat. Die Aufstellung zeigt: Banken weltweit sind nach wie vor anfällig, von kriminellen Kunden genutzt oder durch böswillige Mitarbeiter in die Bredouille gebracht zu werden. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?