Unternehmen / Immobilien

Fundamenta erhöht nach soliden Zahlen die Dividende

Analyse | Die Immobiliengesellschaft will sich operativ steigern. Eine Kapitalerhöhung ist nicht geplant.

Wolfgang Gamma

Fundamenta Real Estate ist auf Wohnimmobilien spezialisiert. Sie machen rund 92% des Mietertrags von 25,8 Mio. Fr. aus, den die seit Dezember an der SIX kotierte Gesellschaft 2018 erwirtschaftet hat. Der jüngste Portfolioausbau in Zürich und Zofingen bestätigt die Ausrichtung im mittleren Preissegment. «Wir haben keine Zielsetzung, die Strategie zu ändern», hält Verwaltungsratspräsident Andreas Spahni an der Bilanzmedien- und Analystenkonferenz fest.

Dank dem Zufluss aus der Kapitalerhöhung im Dezember verfügt Fundamenta über genügend Mittel, das Portfolio im Wert von 748,6 Mio. Fr. weiter zu entwickeln. CEO Daniel Kuster denkt dabei ebenso an den Ausbau und die Repositionierung von Bestandesliegenschaften wie an Akquisitionen. Letzteres allerdings nicht um jeden Preis, wie Kuster sagt. Eine Nettorendite von 3 bis 3,2% müsse auch in Zürich drinliegen. Darunter will Fundamenta nicht gehen.

Sollmiete steigt 10%

Die letzten Neuzugänge sollen dem Unternehmen ab 2021 Mehreinnahmen von 3 Mio. Fr  bringen, was 10% der aktuellen Sollmiete entspricht. Dazu wird 1 Mio. Fr. zusätzlicher Ertrag aus Repositionierungen erwartet. 2018 erwirtschaftete Fundamenta einen Nettomietertrag von knapp 26 Mio. Fr. Die Leerstandquote lag Ende Jahr in den Bestandesliegenschaften auf 3,9%. Sie soll im laufenden Jahr weiter gesenkt werden.

Der Erfolg aus Neubewertung erreichte im vergangenen Jahr 15,9 Mio. Fr. Der operative Gewinn stieg um fast ein Viertel auf 10,3 Mio. Fr. Inklusive Neubewertung betrug der Gewinn 23 Mio. Fr.

Der Verwaltungsrat schlägt eine Erhöhung der Dividende von 0.40 auf 0.50 Fr. vor. Fundamenta hat diesen Betrag nicht ganz mit dem operativen Geschäft erwirtschaftet. Dank der zusätzlichen Einnahmen und guter Bewirtschaftung soll dies künftig der Fall sein.

Nachhaltiges Wachstum

Fundamenta will nicht stürmisch expandieren, sondern ein gemäss VR-Präsident Spahni nachhaltiges Wachstum erzielen. Eine weitere Kapitaltransaktion sei nicht geplant. Die Eigenkapitalquote belief sich zum Jahresende auf 48,8%. Das Fremdkapital musste mit durchschnittlich 1,2% verzinst werden.

Um der wachsenden Grösse der Gesellschaft Rechnung zu tragen, soll der Verwaltungsrat von drei auf fünf Mitglieder erweitert werden. Der Generalversammlung wird die Zuwahl von Frédéric de Boer und Herbert Stoop vorgeschlagen.

Die Aktien des Immobilienunternehmens sind besonders bei Pensionskassen beliebt, weil diese an einem konstanten Dividendenertrag interessiert sind. Fundamenta bieten derzeit 3,5% Ausschüttungsrendite, was im Branchenvergleich im Mittelfeld liegt. Die Titel notieren seit dem Börsengang in einem engen Band seitwärts. Aktuell handeln sie mit einem geringen Abschlag zum Ende 2018 verzeichneten inneren Wert von 14.90 Fr. Die Risiken der solide finanzierten Gesellschaft sind überschaubar, die Perspektiven unspektakulär. Das reicht zu einer branchenkonformen Kursentwicklung.

Die komplette Historie zu Fundamenta finden Sie hier. »

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