Unternehmen / Immobilien

Fundamenta Real Estate mit weniger Gewinn

Die Immobiliengesellschaft hat ein positives erstes Halbjahr hinter sich. Nur ein Einmaleffekt und tiefere Neubewertungen haben sie belastet.

(AWP/GA) Die Immobiliengesellschaft Fundamenta (FREN 18.00 +0.56%) Real Estate hat im ersten Halbjahr zwar höhere Mieteinnahmen, aber weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Grund dafür sind ein Einmaleffekt und tiefere Neubewertungen. Die Coronakrise trifft das Unternehmen nur marginal.

Die Mieterträge stiegen 13% auf 16,2 Mio. Fr. Dies sei besonders den im Vorjahr erworbenen Bestandesliegenschaften, erfolgreichen Entwicklungen im Bestand sowie der Übernahme eines voll vermieteten Entwicklungsprojekts in Zürich zu verdanken, teilte die Gesellschaft am Freitag mit.

Das operative Ergebnis (Ebit) ohne Neubewertung wuchs auch dank tieferer Kosten 14% auf 10,7 Mio. Fr. Auch der Gewinn ohne Neubewertung, Basis für die Dividendenausschüttung fiel mit 7,5 Mio. Fr. höher aus.

Der Gewinn inklusive Erfolg aus Neubewertung sank allerdings 13% auf 8,8 Mio. Fr. Neben den um 43% niedrigeren Erfolg aus Neubewertung sorgte ein Sondereffekt für diesen Rückgang. Im Vorjahr hatte ein Einmaleffekt aus der Steuerreform und AHV-Finanzierung das Ergebnis begünstigt. Insgesamt hat das Unternehmen damit die Erwartungen der Zürcher Kantonalbank in etwa erfüllt.

Geringer Leerstand

Der Wohnanteil stieg nochmals an und macht nun 93,8%  der Mieteinnahmen aus (VJ 92,1%). Die Leerstandquote lag mit 3,9% etwas höher als im Vorjahr mit 3,4% oder Ende 2019 (3,7%).

Nur ein kleiner Teil der Geschäftsliegenschaften seien von der Coronapandemie betroffen gewesen. «Die Coronakrise hat sich nur sehr marginal auf das Halbjahresergebnis ausgewirkt, was die Stabilität unseres von Wohnflächen dominierten Immobilienportfolios auch in ausserordentlichen Zeiten unterstreicht», wird Verwaltungsratspräsident Andreas Spahni zitiert.

Erfreulich entwickelt habe sich der Marktwert des Portfolios. Zum Halbjahr erreichte es einen Bilanzwert von 928,7 Mio. Fr. nach 908,9 Mio. Ende 2019. Unter anderem wurde ein weiteres Entwicklungsprojekt erworben und andere Projekte in den Bestand überführt.

Fundamenta blickt nach diesem Halbjahr zuversichtlich in die Zukunft. Das Portfolio dürfte sich auch in der zweiten Jahreshälfte ertrags- und gewinnmässig solid entwickeln. Für alle neuen Objekte würden zu den Bezugsterminen ein guter Vermietungsstand und damit die Generierung attraktiver Zinseinnahmen und Cashflows erwartet. Die konstante Entwicklung und operative Stabilität der letzten Jahre werde sich fortsetzen.

Die Aktien von Fundamenta Real Estate notierten nach den Semesterzahlen höher als am Vortag. Sie verkehren inzwischen fast 10% über dem Niveau von Anfang Jahr. Die Dividendenrendite von 3% ist im Branchenvergleich durchschnittlich.

Die komplette Historie zu Fundamenta finden Sie hier.»