Unternehmen / Finanz

Gabriel Brenna: Kontinuität und Ambition in Liechtenstein

Der 48-jährige Walliser ist nach neun Jahren in der Geschäftsleitung zum CEO der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) aufgestiegen.

Als Gabriel Brenna 2012 zu LLB stiess, war er ein typischer Quereinsteiger und kein Banker. Mit seinem Doktorat als Elektroingenieur der ETH Zürich und seinen acht Jahren bei McKinsey war der Unternehmensberater kaum das, worauf die Mitarbeiter der Liechtensteinischen Landesbank gehofft hatten.

Zur Liechtensteiner Staatsbank kam Brenna als Leiter der Division Private Banking und Mitglied der Gruppenleitung um Roland Matt. Brenna sollte das umsetzen helfen, was er als Managementberater empfohlen hatte: Kostenabbau und strategische Fokussierung. Das Projekt gilt als erfolgreich. Seit dem Tiefpunkt 2015 sind die Kundenvermögen der LLB bis 2020 von 46 auf 80 Mrd. Fr. gestiegen. Zugekauft wurde in den Kernmärkten Liechtenstein, Österreich und in der Schweiz ein Volumen von 25 Mrd. Fr. Das Neugeld (ohne Akquisitionen) belief sich im selben Zeitraum auf 9 Mrd. Fr. Der Personalbestand der Gruppe hat sich von 820 auf 1060 erhöht.

Stallgeruch angenommen

Seit März dieses Jahres ist der 48-jährige Brenna nun selbst Group CEO, den Makel des Beraters ist er längst losgeworden. Der Verwaltungsrat hat den im Wallis aufgewachsenen italienisch-schweizerischen Doppelbürger zum Nachfolger von Matt bestimmt, der zu LGT gewechselt ist, der Bank des Fürstenhauses. Für Brenna ist der Karriereschritt weniger einschneidend als der Wechsel damals zu LLB. Vor vier Jahren ist er mit seiner Familie vom zürcherischen Thalwil ins Ländle gezogen. Er gilt als unkompliziert. Seine beiden Kinder wurden hier eingeschult. «Kulturell liegen das Wallis und Liechtenstein nahe beieinander», sagt Brenna im Gespräch mit FuW.

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