Getestet

Samsung Galaxy Watch Active 2

Es ist nicht immer schlecht, die Letzte ihrer Art zu kaufen. Beispiel: Samsung Galaxy Watch Active 2. Die Smartwatch wurde schon vor zwei Jahren vorgestellt. Der Nachfolger steht in den Startlöchern. Trotzdem und gerade deswegen lohnt sich noch ein Blick auf die Active 2.

Die Active 4, die Ordnungsziffer 3 überspringt Samsung wohl, wird voraussichtlich ab Sommer mit dem Watch-Betriebssystem Wear OS von Google laufen, wie die erste Version der Active-Uhr. Samsung und Google haben diese Kooperation im Mai angekündigt. Kenner der smarten Uhrenszene wissen: Wear OS wird von Google in jüngster Zeit eher stiefmütterlich ­behandelt. Die Kooperation mit den Süd­koreanern könnte das ändern. Aber anfangs wird es wie so oft sicher zu Startschwierigkeiten kommen, die der Kunde ausbaden muss.
Dann doch lieber die Active 2. Zwei Jahre nach Vorstellung ist die Uhr ausgereift – und dank einiger Updates von Samsung dennoch auf dem Stand der Technik. Im Hintergrund läuft die Smartwatch auf dem System Tizen aus dem Hause Samsung. Da ruckelt nichts, das System ist inzwischen ausgereift. Es gibt die Uhr in einer 40- und einer 44-Millimeter-­Variante sowie mit Stahl- oder Aluminium­gehäuse. Alle Varianten haben ein leuchtstarkes OLED-Farbdisplay gemein, das auch bei Sonnenlicht gut abzulesen ist und über zwei Knöpfe und eine digitale Lünette bedient wird. Das funktioniert ausgesprochen gut.

Das Active deutet daraufhin, dass die Smartwatch auf Sportliche getrimmt ist. Andere Uhren können inzwischen zwar mehr Sportarten tracken, für Joggen, Radfahren oder Schwimmen eignet sich die Active 2 aber nach wie vor gut. Via GPS-Satelliten-Navigation zeichnet sie den zurückgelegten Weg auf. Beim Wandern lässt sich mit der Gratis-App Komoot die Smartwatch zum Navigieren nutzen.

Die jüngsten Updates der Active 2 haben Funktionen zum Erstellen eines 1-Kanal-EKG und zum Messen des Blutdrucks gebracht. Das können die wenigsten anderen Smartwatches. Unregelmässigkeiten im Herzrhythmus stellt die Uhr anders als die Apple Watch nicht fest. Für circa 160 Fr. bekommen Käufer mit der Galaxy Active 2 eine smarte Uhr, die für Besitzer von ­Android-Geräten auch nach zwei Jahren noch als eine der Besten gelten darf.

, Closing Bell / Getestet

Leser-Kommentare