Unternehmen / Gesundheit

Zur Rose für Mutige, Galenica für Stabilität

Die Apothekenbetreiber ticken in mancherlei Hinsicht anders. Die Coronapandemie hat die Unterschiede der beiden Unternehmen noch akzentuiert.

Beide verteilen und verkaufen Medikamente. Aber was Unternehmensreife, Strategie, geografische Präsenz, Wachstum und Profitabilität betrifft, könnten Galenica und Zur Rose unterschiedlicher nicht sein. Auch die letzt­jährige Entwicklung des Börsenkurses klafft auseinander. Die Galenica-Aktien haben 8% verloren, Zur Rose sind 157% gestiegen. Obwohl Galenica deutlich grösser ist, ist der Konkurrent an der Börse mit 2,9 Mrd. Fr. gleich viel wert.

Noch Anfang 2020 wurden Zur Rose weit unter dem Emissionspreis von 140 Fr. vom Juli 2017 gehandelt. Die Skepsis war gross, ob sich das mit hohen be­trieblichen Risiken betriebene Geschäftsmodell etablieren würde. Ab März ging aber die Post ab. Der Wert der Valoren ­verdreifachte sich bis Sommer auf mehr als 300 Fr. Inves­toren setzten darauf, dass Zur Rose als grösste Versandapotheke Europas vom Onlineboom und von der durch die Coronapandemie getriebenen Digitalisierung des Gesundheitssektors profitieren würde. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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