Unternehmen / Finanz

GAM-Aktionäre verweigern Firmenspitze die Entlastung

Die Zustimmung der Aktionäre liegt mit 49,43% knapp unter der erforderlichen Schwelle von 50%.

(AWP) Die Aktionäre des Fondshauses GAM haben der Firmenspitze einen Denkzettel verpasst. Auf der Generalversammlung am Mittwoch verweigerten die Eigner der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat die Entlastung.

Mit 49,43% lag die Zustimmungsrate knapp unter der erforderlichen Schwelle von 50%. Das Votum hat zwar keine unmittelbaren rechtlichen Konsequenzen. Dennoch können nun sämtliche Aktionäre eine sogenannte Verantwortlichkeitsklage einreichen.

Ein solches Misstrauensvotum ist selten. Vergangene Woche hatten sich die UBS-Aktionäre gegen die Entlastung der Konzernleitung und des Aufsichtsgremiums ausgesprochen.

Entlassener Fondsmanager darf nicht rein

GAM blickt wegen massiver Geldabflüsse auf ein turbulentes Jahr zurück. Auslöser war die Suspendierung eines Fondsmanagers Ende Juli. Das Unternehmen wirft ihm Verstösse gegen interne Richtlinien vor. Nach dem Vorfall liquidierte die Gesellschaft die von dem Mann verwalteten Anleihen-Fonds.

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Leser-Kommentare

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Ernst J. Marliany 08.05.2019 - 12:30
In meinen Augen ist die Verweigerung der Entlastung für Geschäftsleitung sowie Verwaltungsrat ein ausgesprochen klares und erfreuliches Signal der Aktionäre, durch welches sie von ihren Angestellten, und nichts anderes sind die Mitglieder der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats, zu Recht ein höheres Maß an Verantwortungsbewußtsein fordern. Mit fremden Geldern, hier dem der Eigen-tümer = Aktionäre, spielt man nicht, ebenso hat man… Weiterlesen »