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GAM dementiert Gespräche mit Generali

Der Vermögensverwalter tritt Gerüchten entgegen, wonach Verhandlungen mit Generali geführt würden. Die Aktien notieren deutlich tiefer.

(AWP) Der Vermögensverwalter GAM (GAM 3.686 2.79%) dementiert einen Pressebericht über Gespräche mit möglichen Käufern. Es würden keine Gespräche mit dem italienischen Versicherer Generali (G 18.105 0.78%) oder einem anderen Unternehmen über M&A Aktivitäten geführt, teilte GAM am Dienstagabend mit.

Wie bereits erwähnt, werde der Verwaltungsrat «immer Optionen prüfen, um den Wert für Aktionäre und andere Interessengruppen zu maximieren», heisst es in der Mitteilung. Mit der Ernennung von Peter Sanderson zum CEO im vergangenen Monat konzentriere sich GAM auf die Vereinfachung des Geschäfts und die Verbesserung der Profitabilität.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg geschrieben, Generali habe über die letzten Monate ein potentielles Angebot geprüft und entsprechend Gespräche mit den GAM-Verantwortlichen geführt. Diese Gespräche seien nun aber ohne Einigung beendet worden.

Der Schweizer Vermögensverwalter ist seit einiger Zeit im Turnaround-Modus. Die Krise von GAM begann im vergangenen Jahr, als bekannt wurde, dass ein Fondsmanager wegen unzureichender Sorgfaltspflicht bei einigen seiner Investitionen entlassen wurde. Das Fehlverhalten löste eine Flut von Kundengelder-Rückzügen und die Entlassung von CEO Alex Friedman aus.

Die komplette Historie zu GAM finden Sie hier. »

Leser-Kommentare

Tobias Schait 12.10.2019 - 11:53
Der ausführlichere Artikel in der Printausgabe geht nicht fair mit GAM um. GAM konnte seine Kundenbasis stabilisieren, weil GAM Fonds letztlich schon wieder Indices schlugen. Bis vor kurzem galt GAM mit seinen intelligenten Teams als Rolls Royce der Branche und dieser Glanz, der in Jahrzehnten aufgebaut wurde, verblasst nicht durch eine schwierige Episode. Ausserdem ist das PE gegenwärtig (etwa wie… Weiterlesen »