Unternehmen / Finanz

GAM hört nicht auf zu bluten

Analyse | Der gebeutelte Asset-Manager verliert weiterhin Kundengelder. Die Pläne des Managements bleiben vage, und es steckt in einem veritablen Teufelskreis.

Der kriselnde Asset-Manager GAM hat im dritten Quartal überraschend weiter verwaltete Vermögen verloren. Kunden zogen im so wichtigen margenstarken Geschäftsfeld Investment Management netto 2,4 Mrd. Fr. an Geldern ab. Die Gesellschaft verwaltet darin gerade noch 33,9 Mrd. Fr. Erwartet wurde hier zumindest Stagnation.

Damit setzt sich die Misere von GAM fort, die mit der Entlassung von Starmanager Tim Haywood und der Liquidierung seiner Fonds 2018 begonnen hatte. Seit damals gingen über 50 Mrd. Fr. Vermögen verloren. Im letzten Kapitel, dem ­ersten Halbjahr 2020, zogen Kunden insgesamt 8,5 Mrd. aus der Gesellschaft. Negative Marktbewegungen und Wechselkurseffekte pulverisierten weitere 3,9 Mrd. Fr. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

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Romano Maggetti 21.10.2020 - 14:49

Ich persönlich finde dieses Urteil über Gam im aktuellen Kontext, auch wenn ich ihm zustimme, ein bisschen zu streng.

Francois Wiget 13.11.2020 - 13:20

Bin gleicher Meinung. Ich habe soeben GAM gekauft.