Unternehmen / Finanz

GAM sieht kein Licht am Ende des Tunnels

Analyse | Der Vermögensverwalter musste im dritten Quartal erneut Abflüsse hinnehmen. Die Aktien sind kein Kauf.

GAM findet keinen Ausweg aus der Abwärtsspirale. Auch im dritten Quartal ist es dem Vermögensverwalter nicht gelungen, den Abfluss bei den verwalteten Vermögen zu stoppen. Gemäss dem heute veröffentlichten verkürzten Zwischenbericht verwaltete die Gruppe per Ende September noch ein Volumen (AuM, Assets under Management) von 103 Mrd. Fr., im Juni waren es noch 126 Mrd. Fr. gewesen.

Der grösste Teil der Abflüsse entfällt auf den Bereich Private Labelling, wo GAM Fonds für Drittanbieter verwaltet. Um knapp ein Viertel, auf 69,6 Mrd. Fr., sind die AuM hier zurückgegangen. Wie der Vermögensverwalter bereits im Januar kommuniziert hat, ist der Rückgang darauf zurückzuführen, dass ein Grosskunde seine Gelder zu einem neuen Anbieter transferiert hat. Erwartet wurde jedoch, dass diese rund 20 Mrd. Fr. im dritten und im vierten Quartal abgezogen werden, offenbar ist das nun auf einen Schlag geschehen. Positiv ist, dass der damit verbundene Umsatzrückgang von rund 5 Mio. Fr. im laufenden Geschäftsjahr kaum mehr ins Gewicht fallen dürfte.

Kosten werden gesenkt

Schwerer wiegt dagegen, dass auch im wichtigen Investment Management unter dem Strich mehr Vermögen als erwartet abgeflossen sind. Einen geringen Zufluss verzeichneten hier einzig die Aktienfonds. Ende des dritten Quartals sanken die AuM auf 33,4 Mrd. Fr., gegenüber 34,8 Mrd. Fr. im Sommer. In dem Bereich, der das traditionelle Fondsgeschäft umfasst, erwirtschaftete GAM mit 54,1 Basispunkten im ersten Semester eine deutlich höhere Marge als im Private Labelling mit 3,9 Basispunkten.

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