Unternehmen / Finanz

GAM prüft angeblich eigenen Verkauf

Der Asset-Manager erwartet laut Bloomberg bis Anfang Mai die Rückmeldung von Interessenten an einer Mehrheits- oder einer Minderheitsbeteiligung.

Der ins Schlingern geratene Asset-Manager GAM (GAM 4.252 0.52%) lotet gemäss einem Agenturbericht die Möglichkeit seines Verkaufs aus. Der Aktienkurs reagierte am Donnerstagnachmittag stark positiv auf die Meldung. GAM habe potenzielle Käufer kontaktiert und erwarte Interessenbekundungen bis Anfang Mai, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Berufung auf mit der Angelegenheit betraute Personen.

Auf Anfrage von «Finanz und Wirtschaft» will sich der Asset-Manager nicht äussern. Man würde grundsätzlich alle Möglichkeiten ausloten, um den Aktionärswert zu steigern, sagte ein Sprecher. Am Mittwoch hat das Unternehmen den Quartalsbericht veröffentlicht und musste einen weiteren Vermögensabfluss melden.

Laut Bloomberg hat GAM das Kaufinteresse von Banken, Vermögensverwaltern und Versicherern ausgelotet, darunter sind die in Genf ansässige Union Bancaire Privée (UBP) und die französische Investmentbank Natixis. Auch der Kauf der Gesellschaft durch das aktuelle Management sei eine Option.

GAM werde in ihren Bestrebungen von den US-Investmentbanken JPMorgan und Citigroup (C 69.35 -0.55%) unterstützt. Gemeinsam würden Optionen geprüft, die den Verkauf einer Mehrheits- oder einer Minderheitsbeteiligung umfassen.

Die komplette Historie zu GAM finden Sie hier. »

Leser-Kommentare

Ernst J. Marliany 19.04.2019 - 09:10
Das Management sollte nicht überlegen, wie es sich nach dem Genuß jahrelang überzogener Boni nun, nachdem es “den Karren an die Wand gefahren hat”, still aus der Verantwortung stehlen und die geschröpften Aktionäre “im Regen stehen = auf den Verlusten sitzen lassen” kann, sondern wie es in Wahr-nehmung seiner auch individuellen Verantwortung GAM wieder auf eine Erfolgsspur zurückführen kann. Sollte… Weiterlesen »