Unternehmen / Finanz

GAM setzt die Talfahrt fort

Analyse | Wie der Turnaround gelingen soll, bleibt fraglich. Inzwischen krebst GAM auf dem Niveau einer kleinen Kantonalbank herum.

Der Befreiungsschlag hat nicht stattgefunden. GAM wird auch 2021 in den roten Zahlen verharren. Für das abgelaufene Jahr rechnet der Asset-Manager in einer ersten Schätzung mit einem operativen, um Sonderfaktoren bereinigten Verlust vor Steuern von rund 10 Mio. Fr. 2020 resultierte noch ein Minus von 14,9 Mio. Fr. Unter dem Strich wird nach IFRS ein Nettoverlust von 30 Mio. Fr. erwartet, nach einem Verlust von 388,4 Mio. Fr.

Wie sich die Strafe in der Höhe von 9,1 Mio.£, die die britische Aufsichtsbehörde vor Weihnachten in der Affäre um Fondsmanager Tim Haywood gegen GAM verhängt hat, auf das Ergebnis auswirkt, ist noch unklar. Weitere Details, auch zu den verwalteten Vermögen (AuM), hat das Unternehmen am Dienstagmorgen nicht bekannt gegeben. Die vollständigen Geschäftszahlen sind erst für Februar geplant.

Nettoverlust weitet sich aus

Zurückzuführen ist der hohe Nettoverlust aus dem Jahr 2020 grösstenteils auf einen Goodwillabschreiber in der Höhe von 373,7 Mio. Fr. Gebildet wurde dieser primär nach der Übernahme von GAM durch Julius Bär und durch UBS 1999. Wenn der Abschreiber herausgerechnet wird, zeigt sich, dass sich der Nettoverlust mit prognostizierten 30 Mio. Fr. im abgelaufenen Jahr noch ausgeweitet hat.

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