Unternehmen / Finanz

GAM in der Abwärtsspirale

Analyse | Der Asset-Manager verliert weiter Kundenvermögen. Trotz Sparübung ist selbst die schwarze Null schwer erreichbar.

GAM kommt weiter nicht aus der Krise. Wie der Asset-Manager bereits Mitte Juli mitteilte, machte er im ersten Halbjahr einen operativen Gewinn vor Steuern von gerade 0,8 Mio. Fr. nach einem Minus von 2 Mio. im Vorjahreszeitraum. Der Konzernverlust nach IFRS kam bei 2,7 Mio. Fr. zu liegen, nach einem Minus von 390,1 Mio. 2020 aufgrund eines Goodwill-Abschreibers.

Enttäuschend ist einmal mehr der Stand der verwalteten Vermögen. Im so wichtigen margenstarken (54,1 Basispunkte) Segment Investment Management flossen über fast alle Anlagestrategien hinweg mit 2,2 Mrd. Fr. mehr ab als erwartet. Positive Wechselkursentwicklungen und Marktbewegungen von netto 1,9 Mrd. Fr. konnten das nicht auffangen.

Schmerzhafter Abfluss

Zwar stiegen dadurch die an die Performance geknüpften Einnahmen des Asset-Managers auf 17 Mio. Fr., erwartet wurden lediglich rund 2 Mio. Doch schlägt sich das kaum unterm Strich nieder, weil diese Einnahmen «zu einem guten Teil die Firma auf dem Bonusweg wieder verlassen», wie Michael Kunz, Analyst der Zürcher KB, anmerkt.

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