Das Gastgewerbe ist eine der von der bundesrätlichen Coronapolitik am stärksten betroffenen Branchen. Im Vor-Corona-Jahr 2019 hatten sich die hier ausgewählten Indikatoren im Jahresverlauf noch gewohnt unauffällig entwickelt, mit den üblichen kleinen Schwankungen. Das erste Quartal 2020 brachte eine grundlegende Änderung: Der Umsatz im Gastgewerbe (Restauration und Beherbergung) schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresquartal fast 20%. Im zweiten Quartal folgte der Absturz – der Lockdown wirkte voll; der Umsatz schrumpfte 50%, in den grossen Städten gar drei Viertel. Die Berggebiete wurden vom Einbruch weniger hart getroffen. Während sich die Lage im dritten Quartal leicht beruhigte, folgte im vierten wieder eine markante Verschärfung. Dasselbe Muster zeigt sich in der Beschäftigung. Wurden im vierten Quartal 2019 gut 267 000 Beschäftigte gezählt, waren es ein Jahr später noch 227 000 oder gut 15% weniger. Gemäss einer vom Branchenverband Gastrosuisse Ende Februar/Anfang März durchgeführten Mitgliederumfrage haben bisher knapp 20% der Betriebe aufgegeben – ebenso viele kämpfen ums Überleben. Die Aussichten sind nicht rosig, zumal der Bundesrat die Restaurants inklusive Aussenterrassen weiter geschlossen hält. Gemäss einer Studie der Universität St. Gallen steht dem Tourismus ein «langer und holpriger Aufstieg aus der Pandemie bevor».