Unternehmen / Industrie

Geberit hält Margen auf hohem Niveau

Europas führender Sanitärtechniker hat 2017 nach einem schleppenden Jahresbeginn deutlich Tempo gewonnen.

Nach einem unbefriedigenden Jahresbeginn hat der Sanitärtechniker Geberit vor allem im zweiten Semester 2017 an Tempo zugelegt. Wie schon früher mitgeteilt, ist der Umsatz rund 3,5% auf 2,9 Mrd. Fr. gewachsen. Die Margen wurden auf sehr hohem Niveau gehalten: Die Ebitda-Marge dürfte adjustiert das Vorjahresniveau von rund 28% erreichen. Geberit legt die vollständigen Zahlen morgen Dienstag vor.

Zwei Faktoren wirkten 2017 bremsend. Geberit musste im Berichtsjahr in Frankreich zwei Tochterunternehmen der übernommenen Sanitec schliessen: Koralle und Varicor. Die Massnahme drückte mit über 60 Mio. Fr. auf das Konzernergebnis. Zudem war das Unternehmen ausgerechnet im grössten Einzelmarkt, in Deutschland, mit einem Effekt konfrontiert, den es nicht selbst beeinflussen kann. Die Installateurkapazitäten in Deutschland sind sehr knapp, dadurch verzögern sich Aufträge, was wachstumshemmend wirkt.

Abgesehen von diesen Faktoren allerdings bleibt Geberit sehr gut positioniert. Im Berichtsjahr konnten mit Ausnahme von Grossbritannien alle Märkte mehr Umsatz verbuchen. Zudem laufen die Akquisitions- und Integrationseffekte von Sanitec langsam aus, die Belastungen sind nicht mehr gross.

Entsprechend zuversichtlich ist Konzernchef Christian Buhl auch betreffend die Aussichten für das laufende Jahr. Insgesamt sollten sich die relevanten Märkte günstig entwickeln, und die Integration von Sanitec ist im Wesentlichen abgeschlossen. Damit kann ein Umsatzwachstum in der Grössenordnung von 4 bis 6% erwartet werden. Auch ertragsseitig sollte sich das Wachstum 2018 eher beschleunigen. Geberit bleiben für den Anleger sehr attraktiv.

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