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Geely und Volvo Cars vor Fusion

Die beiden Autohersteller aus China und Schweden führen Gespräche über eine Zusammenlegung.

(Reuters) In der Autoindustrie bahnt sich die nächste Fusion an: Der chinesische Autobauer Geely (175 1.35 -0.37%) soll mit dem schwedischen Autohersteller Volvo Cars verschmolzen werden, der zur gleichen chinesischen Holdinggesellschaft wie Geely gehört. Man befinde sich in frühen Gesprächen über die Zusammenlegung der beiden Unternehmen zu einem globalen Autokonzern, der an den Börsen von Hongkong und Stockholm gelistet sein soll, teilte Geely am Montag mit. Das kombinierte Unternehmen hätte «die Grösse, das Wissen und die Ressourcen, um bei der laufenden Transformation der Automobilindustrie führend zu sein», hiess es in der Erklärung.

Durch den Zusammenschluss würden die Marken Volvo (VOLV A 125.8 -1.56%), Geely, Lynk & Co sowie der Tesla-Rivale Polestar unter einem Dach vereint. Auch die neue Energiemarke Geely Geometry soll einbezogen werden. Der Geely-Mutterkonzern Zhejiang Geely Holding Group hatte Volvo 2010 vom US-Konkurrenten Ford (F 10.01 1.62%) übernommen. Geely ist zudem an dem von Volvo Cars getrennten Lkw- und Bushersteller Volvo AB beteiligt. An dem Stuttgarter Autokonzern Daimler (DAI 28.125 -0.05%) halten die Chinesen zudem knapp zehn Prozent. Ausserdem gehören zu dem Imperium von Milliardär Li Shufu Beteiligungen am malayischen Anbieter Proton und an der britischen Sportwagenmarke Lotus.

In der Autobranche wird wegen der schärferen Klimavorgaben und den damit verbundenen Kosten vermehrt mit Allianzen, Zusammenschlüssen und Kooperationen gerechnet. Die nötigen Investitionen für alternative Antriebe sowie vernetzte und selbstfahrende Fahrzeuge zwingen die Konzerne, die Kosten auf mehrere Schultern zu verteilen. Zuletzt hatten der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler (FCA 7.86 3.15%) und die französische Opel-Mutter PSA ihren Zusammenschluss zum weltweit viertgrössten Autobauer angekündigt. Zusammen rücken die beiden an die drei weltgrössten Hersteller Volkswagen (VOW 138.5 27.06%), Toyota und Renault-Nissan heran.

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