Märkte / Makro

Gefährliche Euphorie an den Börsen

Die Marktteilnehmer sehen die Zukunft extrem positiv. In der Vergangenheit folgte auf den grassierenden Optimismus aber meist eine Enttäuschung.

Zugegeben, es fällt einem derzeit leicht, für die Börse positiv gestimmt zu sein. Das Ende der Coronapandemie scheint absehbar, der unberechenbare US-Präsident Donald Trump ist bald weg, und die Notenbanken halten die Zinsen tief. An den Finanzmärkten hat sich in den vergangenen Wochen ein Optimismus breitgemacht, wie er schon lange nicht mehr zu beobachten war.

Steigende Kurse und die Rotation von defensiven Anlagen in zyklischere und riskante Segmente zeugen davon. Dass die Börsenstimmung kaum besser sein könnte, zeigen auch die Sentimentumfragen und Daten zur Investorenpositionierung. Eine ungewöhnlich deutliche Mehrheit von Privatanlegern und Finanzexperten ist bullish. So werden Anleger bezeichnet, die auf steigende Kurse setzen – hergeleitet vom Stier (Bull), der den Gegner mit einer Aufwärtsbewegung auf die Hörner nimmt. Der Bär hingegen schlägt mit der Tatze von oben nach unten. Wer bearish ist, rechnet deshalb mit fallenden Kursen.

Sentiment ist zweischneidig Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?