Märkte / Makro

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?

Der Anlagenotstand befeuert die Nachfrage nach Leveraged Loans. Sie werden auch verbrieft. Das weckt ungute Erinnerungen an die Finanzkrise.

Seit der Finanz- und Schuldenkrise befinden wir uns im Tiefzins- oder gar Negativzinsumfeld, und die Investoren suchen händeringend nach Alternativen zu klassischen Anleihen. Die starke Nachfrage nach attraktiv verzinsten Finanzanlagen trifft auf einen Unternehmenssektor, vorab in den USA, der den Verschuldungsgrad seit der Krise erneut deutlich ausgeweitet hat.

Das Volumen, das Wachstum und die Qualität von Leveraged Loans (auch Senior Secured Loans genannt), also Krediten an Unternehmen geringer Bonität, geben vielerorts Anlass zur Sorge. Bei institutionellen Investoren auf der Jagd nach Rendite finden sie allerdings reissenden Absatz. In den USA werden sie auch Kleinanlegern als Fondslösungen und ETF angeboten. Die Einzelkredite können gebündelt und in ein Wertpapier verpackt werden, die Collateralized Loan Obligation (CLO). Das Kürzel weckt Erinnerungen an die Mortgage Backed Securities (MBS), die zum Katalysator der Finanzkrise wurden.

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