Unternehmen / Finanz

Gehrigs Armutszeugnis für Raiffeisen

Die interne Untersuchung der Ära Vincenz wird zeigen, wie schlampig die Bank Übernahmen durchführte. Doch der Bericht wird nicht veröffentlicht.

Seit April wird Raiffeisen Schweiz von Bruno Gehrig durchleuchtet. Zusammen mit einem Team der Anwaltskanzlei Homburger wird der Wirtschaftsprofessor und Ex-Swiss-Life-Präsident bis Jahresende rund hundert Beteiligungen geprüft haben, die in der Ära von Ex-CEO Pierin Vincenz zustande kamen. Strafrechtlich Relevantes hat Gehrig bisher wohl nicht zutage gefördert, wie «Finanz und Wirtschaft» von einer Quelle in der Bank erfahren hat. Raiffeisen selbst will sich auf Anfrage zur Untersuchung nicht äussern.

Es ist nicht damit zu rechnen, dass Gehrig eine geheime Privatbeteiligung von Vincenz oder seinem Intimus Beat Stocker präsentieren wird, wie es den beiden bei der Raiffeisen-Beteiligung Investnet vorgeworfen wird. Vincenz muss für Anfang 2019 mit einer Anklage wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung rechnen. Gehrig wird Ende 2018 mit seinem Bericht fertig sein. Dieser wird allerdings aufzeigen, wie schlampig die Bank seit 2005 bei ihren Übernahmen gearbeitet hat.

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