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Geht dem QE3 bald die Luft aus?

Am Donnerstag verkündete Fed-Chef Ben Bernanke das neue QE. Es ist das dritte seit 2008. Das Gesetz des fallenden Grenznutzens legt nahe, dass der Effekt der Liquidität abnimmt. Die Datenlage auch.

Tommaso Manzin

Die Grafik zeigt es sofort: Die Effekte der Liquidität der US-Notenbank Fed nehmen ab. Als sie Ende 2008 das erste Mal Wertschriften kaufte, um deren Preise und damit Vermögen und Nachfrage zu stützen (Quantitative Easing, QE), war die Hausse beeindruckend: Der S&P 500 (SP500 2626.65 3.35%) stieg über gut eineinhalb Jahre von rund 700 auf 1200. Dann sackte der Markt wieder auf 1050 ab. Das QE2 Ende 2010 hob den Index nur noch um rund 350 Punkte, Operation Twist Ende 2011 noch um knapp 300.

Die grosse Frage ist nun: Wie lange und wie hoch trägt das am Donnerstag beschlossene QE3 die Märkte?

Das Gesetz des falllenden Grenznutzens ist ein nahezu universelles Prinzip – ob bei Dünger oder Notenbankgeldmenge: Eine Einheit mehr vom Gleichen spendet immer weniger Nutzen. Und obwohl der Dünger nur das erstbeste Schulbeispiel ist, passt es perfekt. Denn nichts anderes, als die Wirtschaft zu «düngen», versucht Fed-Chef Ben Bernanke mit dem neuen QE3, das den Kauf von monatlich 40 Mrd. $ an verbrieften Hypothekenforderungen (MBS) vorsieht. Es könnte durchaus sein, dass das «Spriessen» an den Märkten abermals kürzer und verhaltener ausfallen wird.