Märkte / Makro

US-Konjunkturdaten fallen uneinheitlich aus

Die Anzahl an Anträgen auf US-Arbeitslosenhilfe steigt überraschend an. Derweil fährt die Industrie erneut ein Auftragsplus ein.

(Reuters) Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA steigt überraschend. Insgesamt stellten vorige Woche 778’000 Amerikaner einen solchen Antrag auf staatliche Stütze und damit 30’000 mehr als eine Woche zuvor, wie das Arbeitsministerium in Washington am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem Rückgang auf 730’000 gerechnet.

Der schwächelnde Arbeitsmarkt ist eine der grössten Herausforderungen für den künftigen US-Präsidenten Joe Biden. Wegen der Corona-Pandemie gingen mehr als 22 Mio. Jobs verloren, von denen bislang nur etwa 12 Mio. zurückgewonnen wurden. Da die Zahl der neuen positiven Corona-Tests zuletzt Rekordwerte erreichte, wurden den Unternehmen vielerorts neue Beschränkungen auferlegt. Das könnte dazu führen, dass sie sich von Mitarbeitern trennen oder keine neuen einstellen.

Positive Signale aus der Industrie

Die US-Industrie hat im Oktober ein unerwartet deutliches Auftragsplus geschafft. Die Bestellungen für langlebige Gebrauchsgüter wie Flugzeuge oder Maschinen legten um 1,3% zum Vormonat zu, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,9% gerechnet, nach einem Wachstum von 2,1% im September.

Weniger rosig sieht die Lage aus, wenn die schwankenden Rüstungsaufträge ausgeklammert werden. Dann bleibt nur ein kleiner Zuwachs von 0,2 Prozent übrig. Im September hatte dieser noch bei 3,8% gelegen.

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