Unternehmen / Finanz

Genossenschafts-Gen bremst Vaudoise

Der Versicherer positioniert sich geschickt. Weshalb das vielen Anlegern offenbar zu wenig ist.

Die Aktien büssen 2021 rund 5% ein, obschon der Versicherer Vaudoise das Geschäft stimmig ausgerichtet hat. Auto-, Gebäude- und Haftpflichtversicherungen erbringen dauerhaft kräftige Ergebnisse. Lebenspolicen sind lediglich ergänzendes Nebengeschäft – und das ist von Vorteil, weil sie bei der aktuellen Niedrigzinslage wenig rentabel sind und dennoch langfristig binden.

Die Dividende liefert jährlich mehr als 3% Rendite. Das ist gutschweizerischer Durchschnitt. Aus der enttäuschenden Kursentwicklung zu schliessen, reicht das vielen Anlegern nicht. Womöglich bremst, dass auf ein Übernahmeangebot zu hoffen chancenlos ist. Die Westschweizer Gesellschaft mit Jahreseinnahmen um 1,5 Mrd. Fr. steht im Mehrheitsbesitz der gleichnamigen Genossenschaft. Die Eigner der börsennotierten Kategorie der Vaudoise-Aktien sind in der passiven Rolle des Mitfahrers.

An Dynamik fehlt es

Für das Unternehmen wäre es in dieser Konstellation schwierig, neues Kapital aufzunehmen, etwa zur Finanzierung einer Übernahme. Und für ein Zusammengehen mit einem ähnlich gestrickten Wettbewerber fehlt vermutlich das Motiv, denn Vaudoise wie die weiteren genossenschaftlich geprägten Versicherer am Schweizer Markt sind finanziell grundsolid.

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