Unternehmen / Industrie

Georg Fischer glänzt trotz allem

Analyse | Die Industriegruppe hat das Coronajahr 2020 beeindruckend bewältigt und setzt sich für 2025 ermutigende Ziele.

Die Industriegruppe Georg Fischer hat das Coronajahr 2020 respektabel gemeistert. Passend dazu lautet die Überschrift der Präsentation zum Berichtsjahr «Auf Kurs und bereit für die Zukunft». Die Zuversicht hat Gründe. Freude können die pandemiegeschädigten Zahlen zwar nicht auslösen, Zufriedenheit aber schon, denn sie belegen: Der Weg stimmt. Die Gewichtsverschiebung zwischen den drei Divisionen und die Verlagerung der jeweiligen Aktivitäten in höhermargige Gebiete haben die Widerstandskraft erhöht.

So konnte trotz organisch 8,4 und gesamthaft 14,4% weniger Umsatz sowie schmerzlichen Währungseffekten eine Ebit-Marge von 5,8% vor Einmaleffekten erzielt werden (vgl. Tabelle). Nach dem ersten Semester standen 14 bzw. 20% weniger Umsatz sowie 4,2% Marge zu Buche. Das zweite war also klar besser. Sehen lässt sich auch der Cashflow. Der freie konnte dank striktem Liquiditätsmanagement kräftig erhöht werden, was sich auch günstig auf die Bilanzrelationen ausgewirkt hat.

Erneut Wert geschaffen

Dank der guten Leistung hat GF selbst in diesem misslichen Jahr Mehrwert geschaffen – die Rendite auf dem investierten Kapital (ROIC) von 9,3% (10,3 vor Einmaleffekten) übertrifft den mit rund 8% veranschlagten Kapitalkostensatz (WACC). Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?