Unternehmen / Industrie

Georg Fischer sieht sich auf Kurs

Die Lasertechnologie der Maschinenbausparte von Georg Fischer soll bis 2020 ihren Jahresumsatz um zwei Drittel steigern.

(AWP) Die Maschinenbausparte von Georg Fischer (FI-N 857 0.12%), Machining Solutions, sieht sich mit ihren auf Lasertechnologie basierten Maschinen auf Kurs. Die Sparte sei auf gutem Weg, bis 2020 mit den neuen Lasertechnologien auf einen Jahresumsatz von rund 100 Mio. Fr. zu kommen.

Dies sagte Spartenchef Pascal Boillat am Mittwoch an einem Informationstag für Medien und Analysten am kürzlich neu eröffneten Hauptsitz der Sparte Biel. Dies entspräche einer Steigerung um zwei Drittel. Georg Fischer hatte das genannte Ziel am letzten Investorentag im Jahr 2016 ausgerufen.

Für die gesamte Sparte Maschinenbau hatte Georg Fischer anlässlich der Präsentation der Halbjahreszahlen im vergangenen Juli einen «besseren» Umsatz im zweiten Semester 2019 als im ersten Halbjahr in Aussicht gestellt – trotz konjunkturellem Gegenwind.

Der seit Frühling neu als CEO amtierende Andreas Müller hatte dabei einerseits auf den guten Auftragsbestand verwiesen und andererseits auf die Lancierung der neuesten Generation an Lasermaschinen oder auch auf den guten Geschäftsgang im Segment Luftfahrt.

Additive Fertigung

Grosse Hoffnungen setzt Georg Fischer auf die eingangs erwähnten Lasermaschinen. Laut Boillat gewinnen neue Technologien wie additive oder intelligente Fertigung stark an Dynamik. Die additive Laser-Fertigung, darunter versteht man die Herstellung von Maschinenteilen im 3D-Verfahren, wachse dank neuen Anwendungsbereichen etwa in der Luftfahrt, im Automobilbereich oder der Medizinaltechnik schnell. Mit diesen Verfahren werden etwa Auspuffrohre für Motoren «gedruckt».

Mit den neuen Lasermaschinen hätten beispielsweise Automobilhersteller weniger Ausschuss und Luft am Produktionsstandort werde weniger belastet. Ein weiterer Vorteil sei die Echtzeitüberwachung der Produktion auf Millisekunden genau. Allfällige Fehler liessen sich sofort und genau lokalisieren. Zum Einsatz kommt dabei eine Fabrikinterne 5G-Sensor-Technologie.

Die additive Fertigung bringt gemäss dem GF-Manager letztlich komplexere und leichtere Produkte hervor. Mit der intelligenten Fertigung werden die Rückverfolgbarkeit von Material und Prozessen vollständig garantiert sowie eine bessere und schnellere Wartung ermöglicht.

Angaben zum Geschäftsverlauf der Gruppe wurden am Technologie-Tag wie üblich keine gemacht.