Für eine gute Aktienexpertise muss man über die reine Gegenwartsbeschreibung hinausgehen. Passives Indikatorenablesen, Trendlinienziehen oder pure Nachrichtenwiedergabe reichen nicht. Alles andere birgt hingegen Risiken, denn niemand kennt die Zukunft und kann so auch falschliegen. Glaubwürdige Expertisen basieren deshalb auf Szenarien mit Wahrscheinlichkeiten und klar überprüfbaren Kontrollkriterien. Eine Anlageentscheidung unterscheidet sich somit kaum vom Vorgang, den auch die Investitionsentscheidung in einer Firma durchläuft und wo bewährte Prozesse greifen.

Die Aktie von Georg Fischer scheint im Moment nicht mehr investitionswürdig zu sein. Anders in der Kolumne von 17. Dezember. Damals hatten spätzyklische Investoren soeben ihre Long-Positionen in die Hände von smarteren Anlegern übergeben. Die dadurch entstandenen Strukturen zeugten von einer erheblichen Preisunterspannung. Jetzt ist diese Spannung weg, ebenso wie das dadurch visibel gewordene Bewegungspotenzial. Dafür wird dann am Markt auch noch ein höherer Preis verlangt.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare

Fritz Leuzinger 16.05.2019 - 09:36

Hm, bei Lesen solcher Artikel denke ich unwillkürlich an Aussagen wie
http://dci.ch/dss/zit?id=1701
oder
http://dci.ch/dss/zit?id=1688