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Markttechnik / R. Vogt

Georg Fischer und Galenica

Roland Vogt

Wer schon zu viele Trivial-Chartanalysen gesehen hat, dem fällt es schwer zu glauben, aber technisch hat sich bei Georg Fischer (FI-N 1217 0.25%) in der vergangenen Woche rein gar nichts verändert. Obschon in Situationen wie jüngst manchmal von Ausbrüchen und Kaufsignalen die Rede ist – die Aktie hat das Kaufsignal schon vorher gegeben.

In der vergangenen Woche wurde es noch für jeden sichtbar. Informationen sind allerdings nur dann besonders wertvoll, wenn noch nicht jeder sie hat.

Dem Schein voraus

Im Chart ist zwischen Oktober und Januar ein Flag entstanden. Das ist eine normale Konsolidierungsstruktur. Damit hat die Aktie schon angesagt, dass die Schwäche vorübergehend sein würde. Über den Februar hinweg hat sich dann eine positive Divergenz aufgebaut. Sie entsteht, wenn die Kurse neue Tiefs schreiben, die Momentumindikatoren jedoch nicht. Das hat angekündigt, dass der Konsolidierung der Nachschub ausgehen würde.

Auf Basis der Konsolidierungsgrösse lässt sich ermitteln, wo ungefähr der nächste Eckpunkt liegt. Georg Fischer ist jetzt genau an dieser Stelle. Der Titel war vor einem Monat ein Kauf, bestenfalls noch vor zehn Tagen, aber jetzt nicht mehr. Was im Zeitraum einiger Monate möglich war, ist inzwischen abgelaufen. Um GF wird es demnächst wieder ruhiger werden, wenn die Aktie in die nächste Korrektur einschwenkt. Investoren, die eine längere Perspektive verfolgen, reduzieren ihre Positionen, um später zu tieferen Kursen erneut zukaufen zu können. So eine Gelegenheit wie im Januar wird wieder kommen.

Nicht aufs Letzte gehen

Galenica (GALE 45.85 -0.43%) hat im Oktober eine Falling Wedge ausgebildet. An dieser Struktur interessieren nicht die Linien, die irgendwelche Signale auslösen können, sondern ihre Eigenschaften. Wenn eine solche Struktur auftritt, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um das Ende eines Trends. In diesem Fall ist es wohl wenigstens das Ende der im Juli bei 1360 Fr. gestarteten Abwärtsbewegung, vielleicht sogar des grösseren, im Oktober 2015 bei 1600 Fr. gestarteten Trends. Genau liess sich das zu diesem Zeitpunkt nicht bestimmen, aber was zu tun ist, war trotzdem klar.

Auch die in der Zwischenzeit aufgelaufenen Daten sind noch nicht eindeutig. Deshalb ist es angeraten, mit Szenarien zu arbeiten. Da selbst das ungünstigste davon noch Spielraum bis 1280 Fr. gewährt, wird dieses Vorgehen kein Nachteil sein.

Markttechnik ist Theorie, Investieren ist Praxis. Als Investor würde ich davon ausgehen, dass die Aktie dann bei 1280 Fr. innerhalb von sechs Monaten rund 35% gestiegen und deshalb überkauft sein wird. Ich würde mir deshalb eine Taktik überlegen, die die Dinge nicht bis auf den letzten Rappen auszureizen versucht.