Märkte / Derivate

Geringe Volatilität birgt viel potenzielle Energie

Der Leerverkauf von Volatilität ist populär. Das birgt Zündstoff, wenn die Unsicherheit zunimmt.

Obwohl die Volatilität am Aktienmarkt ausserordentlich gering ist, setzen viele Anleger darauf, dass sie weiter fällt – oder zumindest nicht steigt. Das ist nicht nur für die Investoren selbst riskant, sondern, wie die Europäische Zentralbank befürchtet, auch für die Stabilität des Finanzmarkts.

«Ein Anstieg der Volatilität könnte verschärft werden durch Anleger, die ihre Short-Positionen in Volatilität liquidieren», schreibt die EZB im Finanzstabilitätsbericht von Ende November. Das Volumen dieser Verkaufspositionen sei hoch.

Investiert wird gemäss EZB in Futures und Optionen auf den Volatilitätsindex Vix – er gilt als Barometer für Unsicherheit und misst die vom Markt erwartete Schwankungsbreite des S&P 500. Eine wichtige Rolle spielten Hedge Funds, die oft den  Hebeleffekt (Leverage) nutzten, um den potenziellen Gewinn zu steigern. Deshalb könnten ihre Verluste «systemische Konsequenzen für den gesamten Finanzsektor» haben, warnt die EZB.

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