Märkte / Derivate

Geringe Volatilität ist gefährlich und nützlich

Wenn das Vertrauen im Markt gross ist, lässt sich das Portfolio günstig absichern.

Die Aktienmärkte steigen weiter und die Volatilität bleibt tief. Lange Aufwärtsbewegungen oder geringe Kursschwankungen prophezeiten aber nicht viel, schreibt Andrew Lapthorne, Stratege von Société Générale, in einem Marktkommentar. Das Problem liege woanders: «Geringe Volatilität kann zu Fehlbewertungen führen.»

Anleger befürchten, nach dem stetigen Anstieg der Börsen sei eine Korrektur – begleitet von heftigen Kursschwankungen – überfällig. Lapthorne erklärt, eine längere Avance sei kein Vorbote für einen Absturz. Der MSCI Weltaktienindex sei im Juli den achten Monat in Folge gestiegen, das sei der längste Lauf seit 2003 und der viertlängste überhaupt. Seit 1969 habe es fünf fast so lange Aufwärtsbewegungen gegeben, und in allen Fällen sei der MSCI Welt ein Jahr später höher gestanden. Lapthorne folgert, von einer Serie von Kursgewinnen per se sei wenig zu befürchten.

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