Märkte / Makro

Geschäft der US-Dienstleister bricht weniger stark ein

Der Einkaufsmanager-Index hat im Mai etwas an Boden gutgemacht. Im zweiten Quartal dürfte es nochmals einen Einbruch geben.

(Reuters) Die Talfahrt der US-Dienstleister wegen der Corona-Pandemie hat sich im Mai etwas verlangsamt. Der Einkaufsmanager-Index stieg auf 45,4 Punkte von 41,8 Zählern im Vormonat, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Firmen-Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 44 Punkte gerechnet. Das Barometer ist damit zwar weiter deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Aber es hat zum April-Wert – dem tiefsten seit März 2009 – wieder etwas Boden gutgemacht. «Die Entwicklung lässt darauf hoffen, dass es zu einer allmählichen Wiederbelebung der Wirtschaft kommt», sagte Helaba-Analyst Patrick Boldt. Noch seien die wirtschaftlichen Aktivitäten jedoch von einer hohen Zahl von Erkrankten geprägt und die Proteste gegen Polizeigewalt belasteten den Ausblick.

«Im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum dürfte es somit im zweiten Quartal wohl nochmals einen deutlichen Einbruch geben», betonte der Helaba-Experte. Erst das dritte Quartal könnte dann wieder von Wachstum geprägt sein. Im ersten Vierteljahr hatte die Corona-Krise die US-Wirtschaft mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von fünf Prozent schrumpfen lassen.

Derweil brechen der US-Industrie wegen der Corona-Krise die Aufträge weg. Die Bestellungen sanken im April um 13%, wie das Handelsministerium mitteilte. Dies war allerdings nicht ganz so schlimm wie von Ökonomen erwartet.

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