Pintxos, Pulpo, Paella, dazu ein Gläschen Priorat: Das Leben in Spanien ist bekömmlich. Der Healthiest Country Index 2019 zeigt das iberische Königreich auf dem ersten Rang; in der vorangehenden Klassierung von 2017 lag Spanien noch auf Platz sechs. Die Erstellerin des Index, die Nachrichtenagentur Bloomberg, aggregiert Daten der Uno, der Weltgesundheitsorganisation und der Weltbank nach verschiedenen Kriterien, etwa Sterblichkeitsraten durch übertragbare und nicht übertragbare Krankheiten (in Spanien gehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück, ebenso Todesfälle durch Krebs), die Lebenserwartung (Spanien hat die höchste in der EU), Verbreitung von hohem Blutdruck oder Übergewicht, Zugang zu sauberem Wasser, Konsum von Alkohol und Nikotin, Bewegung und, eben, Ernährung usf. Die Mittelmeerdiät – Stichworte Olivenöl, Nüsse – scheint empfehlenswert; Italien, der bisherige Spitzenreiter, folgt gleich hinter Spanien. In Island (3) und Japan (4) kommt viel Fisch auf den Tisch. Die Schweiz ist von Rang drei leicht auf den immer noch guten Rang fünf zurückgefallen und liegt klar vor Nachbarländern wie Frankreich (12), Österreich (13) und, vor allem, Deutschland (23, sieben Ränge Rückschritt). Die USA (35) liegen weiter hinten, was u. a. mit dem hohen Anteil von Tod durch Drogenmissbrauch und Suizid zu tun hat. Sogar das armregierte Kuba (30) rangiert vor den USA.