Getestet

Aftershokz Aeropex

Sie sitzen, die Kopfhörer von Aftershokz. Sei es beim Radfahren, Rennen oder im Alltag – das leichte, komfortable Gerät ist schon nach wenigen Minuten kaum mehr spürbar. Einzig zum gemütlichen Liegen auf dem Sofa eignen sich die Aeropex nicht: Der Bügel im Nacken drückt den Kopfhörer in dieser Position vom Ohr weg. Wobei das kaum ins Gewicht fällt, denn dafür sind sie wirklich nicht gedacht. Aftershokz ­verkauft ausschliesslich sogenannte Bone Conduction Headphones. Die kabellosen Kopfhörer übertragen den Klang nicht direkt ins Ohr, sondern via Vibrationen auf das Schläfenbein. Der entscheidende Vorteil dieser Technologie ist, dass die Ohren frei bleiben. Gerade auf dem Fahrrad ist das Tragen «normaler» Kopfhörer ­lebensgefährlich, das hier beschriebene Produkt befriedigt also ein echtes Bedürfnis.

Etwas weniger befriedigend ist die Klangqualität. Im normalen Gebrauch kommt der Bass wenig zur Geltung, während die höheren Töne leicht scherbeln. Dem lässt sich abhelfen, indem man sich die Ohren zuhält oder die mitgelieferten Ohropax benutzt. Nur so ist es zudem möglich, etwa in einem voll besetzten Bus einen Podcast weiter zu hören. Ein lautes Gespräch im Nebenabteil oder nur schon das Motorengeräusch übertönt den Aeropex-Ton im Schädel sonst leicht. Dreht man die Lautstärke höher, werden die Vibrationen schnell spürbar, was leicht unangenehm ist.

Mit dem Rad im Stadtverkehr oder gar beim Joggen im Wald fallen diese Aspekte weniger ins Gewicht. Dort sind die leicht erreichbaren Bedienungshilfen am Kopfhörer wichtiger, die verdankenswerterweise in einer mitgelieferten Gebrauchsanweisung erklärt sind. ­Aktiven Menschen kommen auch die zwei ­Ladekabel entgegen, ebenso die Tatsache, dass auch starker Schweissfluss der Technik nichts anhaben können sollte. Um also beim Sport einen Podcast zu hören oder sich im Rhythmus der Lieblingsmusik zu bewegen, eignen sich die Aftershokz Aeropex bestens. Angesichts der 139 Fr., für die sie bei ­Digitec – von wo auch das «Finanz und Wirtschaft» zur Verfügung gestellte ­Testgerät stammte – ­angeboten werden, kann man sich dafür durchaus ein Paar zulegen.

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