Getestet

Apple Airpods Pro

Ganz ehrlich? Viele der jüngsten Produkte von Apple sind solide, ganz «nett» – aber der Wow-Faktor, der ist den Kaliforniern schon länger abhandengekommen. Doch jetzt: Mit den jüngsten drahtlosen Kopfhörern kann Apple wieder Leidenschaft bei Gadget-Aficionados wecken. Vielerorts sind die Airpods Pro ausverkauft. Sie überzeugen mit neuen Funktionen, besserem Klang und Halt als die bisherigen von Apple.

Vorneweg: Im Ohr des Testers hielten auch die Airpods erster Generation ohne Probleme. Bei den Pro legt Apple nun aber drei unterschiedliche Silikonaufsätze für unterschiedliche Ohrformen bei. In der Software lässt sich beim ersten Gebrauch prüfen, ob der richtige Aufsatz gewählt wurde und gut ins Ohr passt. Clever. Die Stöpsel schirmen dann schon gut ab – richtig gut wird es, wenn man die Geräuschunterdrückung aktiviert: In beiden Hörern sitzen je zwei Mikrofone. Eines nimmt Laute von aussen auf, eines welche von innen. Die Software filtert, was den Hörgenuss stören könnte. Das funktioniert im Test ähnlich gut wie sonst von grossen, ohrumschliessenden Kopfhörern von Sony oder Bose gewohnt. Lärmige Kinder im rumpelnden Zug? Ausschalten. Positiver Nebeneffekt: Musik, Hörbuch oder Podcast wird so auch auf leiserer Stufe gut verstanden.

Ebenso faszinierend: der Transparenz-Modus. Dann wirkt es, als habe man keine Kopfhörer auf. Im Büro die Lieblingssongs hören – und trotzdem auf Fragen der Kollegen reagieren? Kein Thema. Schalten lassen sich die verschiedenen Modi über Druck auf den Steg des Kopfhörers. Gewöhnungsbedürftig, aber machbar.

Der Klang wird Audiophile noch immer nicht überzeugen, ist aber um Welten besser als bei den «alten» Airpods. Neu hört man sogar Bässe. Nur in Sachen Telefonie gibt es noch Raum nach oben. Hier überzeugten die bisherigen Kopfhörer von Apple mehr. Der Akku der Pro hält etwas mehr als vier Stunden, das Case lädt sie mehr als fünf Mal auf. Für 250 Fr. sind die Airpods Pro wie von Apple gewohnt nicht günstig – aber den Preis wert.

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