Getestet

Apple iPhone SE 2020

Es muss nicht immer das teuerste Smartphone sein – diese Erkenntnis hat sich in den vergangenen Monaten sogar bei Apple durchgesetzt. Dabei sind die Kalifornier eigentlich bekannt für ihre hochpreisigen Geräte. Mit dem iPhone SE in der 2020er-Variante bringt Apple allerdings eines der spannendsten Geräte der Mittelklasse zu einem annehmbaren Preis. Und das auch noch mit dem Angebissener-Apfel-Logo. Es ist eine Kampfansage, vor allem an die Armada der chinesischen Smartphones in der Region unter 500 Fr. – und im besten Sinne des Wortes eine Vernunftentscheidung.

Das neue iPhone SE kommt altbacken daher. Randloser Bildschirm? Fehlanzeige. Gesichtserkennung? Zu teuer. Das SE der zweiten Generation ähnelt dem iPhone 8, das vor drei Jahren schon vorgestellt wurde. Wie damals wird das Neue mit dem Finger entsperrt. Face ID mit Technik der an der Schweizer Börse kotierten AMS behält Apple der Premiumliga vor. In aktuellen Zeiten mit dem Maskentragen muss das kein Nachteil sein. Das Entsperren mit dem Finger geht schneller als per Code, wenn die Maske das Gesicht verdeckt.

Das 4,7-Zoll-Display ist nicht das grösste, wenn man moderne Smartphones gewohnt ist, doch stellt es Inhalte scharf, hell und farbenfroh dar. Auch in Sachen Kamera müssen beim SE 2020 eine vorne, eine hinten genügen. Makro, Weitwinkel, Zoom – solche Spielereien sind dem zweiten SE fremd. Dennoch liefert das Gerät bei ausreichendem Licht schöne Fotos. Videos können maximal in Ultra HD aufgenommen werden. Der Akku lässt sich kabellos laden und hält deutlich länger als bei vielen Rivalen.

Dass das iPhone SE 2020 für rund 440 Fr. eine Empfehlung wert ist, liegt vor allem an seiner Zukunftsfähigkeit. Dafür sorgt der stärkste Chip, den Apple im Angebot hat. Mit dem A13 ruckelt nichts – auch nicht die neuesten Spiele, wobei sie auf dem Winz-Display wenig Freude bereiten. Zudem liefert Apple wohl vier bis fünf Jahr lang Softwareupdates – da kann kein ­Android-Rivale mithalten.

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