Getestet

Apple Magic Keyboard iPad Pro

Für 300 Fr. bekommt der Technikliebhaber heutzutage eine Menge: einen ordentlichen Einsteiger-Laptop etwa, eine Spielkonsole der jüngsten Generation, zwei bis drei gute Bluetooth-Lautsprecher, fünf vernünftige Smartwatches aus China – oder eine Tastatur von Apple. So viel kostet das Magic Keyboard für das iPad Pro 11, für das Tablet in der 12,9-Zoll-Variante sind es sogar 370 Fr. Und auch wenn es schmerzt: Es lohnt sich.

Bei den ersten Chargen des jüngsten Magic Keyboard gab es Berichte über Qualitätsprobleme. Das vorliegende Testgerät schaut makellos aus. Nach dem Auspacken fällt zunächst das Gewicht der 11-Zoll-Version auf: ordentliche 600 Gramm wiegt es – das iPad Pro selbst ist deutlich leichter. Mit Tastatur und Tablet kommt man also auf etwas mehr als 1 Kilogramm, was dann im Rucksack schon auffällt.

Strom erhält die Tastatur über die Konnektoren auf der Rückseite des iPad. Der ohnehin nicht sonderlich langlebige Akku des Tablet leidet, allerdings ist die Einbusse verkraftbar. Als weitere Anschlussmöglichkeit hat die Apple-Tastatur einen USB-C-Eingang, den aber nur zum Laden. Über den Hauptanschluss am iPad können dann zugleich Zusatzgeräte gesteckt werden. Anders als die Tastatur für die Vorgängergeneration der iPad Pro hat das Magic Keyboard nun dank solider Scherenkonstruktion einen angenehmen Tastenhub. Zudem ist das Keyboard beleuchtet und passt sich der Umgebungshelligkeit an. Das iPad lässt sich, magnetisch am Keyboard fixiert, maximal 130 Grad neigen. Etwas mehr wäre schön gewesen.

Einen echten Gewinn bringt die Tastatur dank des integrierten Trackpad. Das ist zwar ziemlich klein geraten, aber es lässt sich gut damit arbeiten. Überhaupt wird das iPad Pro dank Magic Keyboard zu einem ausgewachsenen und produktiveren Gerät. Zum Lesen lässt sich das Tablet schnell von der Tastatur trennen. So will der Kauf angesichts des hohen und ­unverhältnismässigen Preises zweimal überlegt sein – doch Apple-Fanboys werden kaum ohne auskommen wollen.

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