Getestet

Apple Watch 4

Die aktuell beste Smartwatch zeigt nicht mal die Uhrzeit an – zumindest nicht ständig. Sie funktioniert nur im Apple-Universum. Die Auswahl an Ziffernblättern ist arg beschränkt. Den Puls misst sie nur in unregelmässigen Abständen. Und doch muss sie einmal am Tag aufgeladen werden. Andere smarte Uhren sind in einigen, manche gar in allen Punkten besser. Trotzdem bleibt die Eingangsbemerkung richtig: Andere Smartwatches stellt die Apple Watch nach wie vor in den Schatten.

Das liegt zum einen an der engen Verzahnung mit dem iPhone, das die Watch von Apple zwangsläufig voraussetzt. Hier hakt nichts, alles klappt auf Anhieb. Das können die rivalisierenden Smartwatches besonders aus der Android-Fraktion nicht von sich behaupten. Zum anderen überzeugt die Apple Watch dank der Möglichkeit, ihre Fähigkeiten gezielt durch Apps auszubauen: ein Programm zum Wandern, das die aktuelle Position stets auf einer Landkarte zeigt? Software zur Schlafüberwachung mit Tipps für einen gesünderen Schlaf – und einer Alarmfunktion gezielt in Leichtschlafphasen? Eine App, die aus der Uhr ein Notizbuch für alle Lebenslagen macht? Das alles und mehr gibt es für wenige Franken im Watch App Store.

An der Verarbeitung der Uhr gibt es Apple-typisch nichts zu meckern. Das Display bietet in der vierten Version der Uhr deutlich mehr Raum für Infos – braucht zugleich aber nicht mehr Platz am Handgelenk. Es lässt sich auch bei strahlendem Sonnenschein problemlos ablesen, muss aber stets mit einem Dreh der Hand aktiviert werden. Sonst bleibt der Bildschirm schwarz. Ein Mikrofon nimmt Sprachbefehle für Siri auf, ein Lautsprecher dient neben haptischen Signalen zur Rückmeldung.

Sehr gut funktionieren die Gesundheitsfunktionen des neusten Modells. Die Uhr warnt etwa, wenn sie Unregelmässigkeiten beim Puls entdeckt. Sie verfügt sogar über ein simples EKG (Elektrokardiogramm). Die Apple Watch 4 ist nicht perfekt. Aber sie ist die beste Smartwatch derzeit – ab rund 500 Fr.

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