Getestet

Apple Watch Series 7

Keine Frage: Für Besitzer eines iPhone bleibt die Apple Watch die beste Smartwatch auf dem Markt. Und doch dürfte sich der Kauf der jüngsten Watch-Generation, der siebten, nur für die wenigsten lohnen. Zu gering sind die Unterschiede der Siebener im Vergleich zu ihrem Vorgänger. Die kleinen Verbesserungen an der Uhr wirken in diesem Jahr evolutionär.

Wie immer: An der Verarbeitung der smarten Uhr gibt es nichts zu mäkeln. Erfreulicherweise setzt Apple bei der Uhr auf recycelte Rohstoffe, Aluminium, Zinn oder Wolfram etwa. Mit dem «bisher grössten und fortschrittlichsten Display» wirbt Apple für das Produkt. Die Ränder haben die Ingenieure des Unternehmens 40% verkleinert, das bringe im Endeffekt 20% mehr Bildbereich als bei der Series 6. Das Problem: Mit blossem Auge lässt sich die Millimeterarbeit kaum erkennen. Dennoch gefällt das Display mit leuchtkräftiger und farbprächtiger OLED-Technologie nach wie vor. Auch im ­Sonnenschein lässt sich die Uhr gut ablesen.

Neue Sensoren sind keine an Bord gekommen. Die vorhandenen für Herzschlag, Sauerstoffgehalt im Blut oder Satellitennavigation arbeiten jedoch gerade im Vergleich zu vielen Konkurrenzprodukten sehr genau. Gesteuert wird die Watch wie gewohnt über den berührungsempfindlichen Bildschirm, eine Seitentaste und die digitale Krone, über die zugleich ein 1-Kanal-Elektrokardiogramm (EKG) erstellt werden kann. Auch Vorhofflimmern erkennt die Uhr. Auf Nachrichten kann mit Spracheingabe oder Wischen auf dem Display reagiert werden. Beides funktioniert gewohnt gut. Die kleine Bildschirmtastatur, über die sich streichen lässt, gibt es vorerst nur in den USA. Im Alltag lässt sich dank Apple Pay an der Kasse zahlen.

Wo also bleiben die Neuerungen? Die beste ist, dass die Uhr mit dem mitgelieferten Ladekabel nun schneller lädt. Denn der Akku hält nach wie vor achtzehn Stunden, also nur einen Tag. In der Praxis reicht es nun, die Uhr während des Duschens zu laden, dann hält sie einen Tag und eine Nacht. Doch ist das den Aufpreis wert? Wer nun eine Watch braucht, muss keine 390 Fr. ausgeben, er kann auch zur 6er greifen. Die kostet einen Hunderter weniger. Alle anderen warten auf die 8er im nächsten Jahr.

, Closing Bell / Getestet

Leser-Kommentare