Getestet

Arlo Ultra

 «Verschenke die Lampe, verkaufe das Öl» – ein Teil des sagenhaften Reichtums von John D. Rockefeller geht auf dieses Geschäftsmodell zurück. Gehalten hat es sich bis in unsere Tage, mit Variationen: So versucht das US-Unternehmen Arlo, hochwertige und hochpreisige Kameras zu verkaufen – die so richtig leider nur mit dem passenden und auf Dauer teurem Abonnement funktionieren. Schade.

Schade vor allem, weil die Hardware der Arlo Ultra richtig gelungen ist. Die Kamera kommt im kleinen Gehäuse, das per Magnet an die Halterung geklippt wird. Da die Ultra wetter­beständig ist, kann sie zur Aussenüberwachung genutzt werden. Über eine Basisstation, die im Lieferumfang enthalten ist, verbindet sich das Gerät mit dem Internet. Als Schaltzentrale dient die Arlo-App auf dem Smartphone.

Die Ultra funktioniert ohne Stromanschluss. Bis zu sechs Monate soll der integrierte Akku halten. Das kommt in der Praxis nicht ganz hin. Aufnahmen filmt die Kamera in hochauflösendem 4k. Sehr schön. Auch Videos, die nachts aufgenommen wurden, zeigt die Arlo Ultra auf Wunsch in Farbe. Dabei lassen sich im 180-Grad­Radius der Kamera Zonen definieren, auf denen Bewegungen erkannt werden. Das Gerät zoomt sogar auf Objekte. Der Algorithmus der Kamera teilt auf dem Smartphone mit, ob er Personen, Tiere, Fahrzeuge oder Pakete erkannt hat. Das spart Fehlalarme. Eingebaut ist auch eine Sirene – ohne abschreckende Wirkung.

So weit, so schön. Wäre da nicht das Abo-­Modell. Alle Funktionen der Ultra gibt es nur im Abonnement, das im Kaufpreis für ein Jahr enthalten ist. Danach kostet das Smart-Premier-Abo 3 Fr. im Monat für eine Kamera, jedoch nur in 2k-Auflösung. Erst wer 5 Fr. zahlt, erhält die volle Auflösung. Ohne Abo gibt es nach einem Jahr nur noch äusserst begrenzte Funktionen. Es gibt für weniger als 400 Fr., die für die Arlo Ultra anfallen, viele Alternativen ohne Abo-Zwang.

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