Getestet

Jabra Elite 85t

Kopfhörer ohne Kabel sind gefragt. Man mag sich das Gefummel mit den Schnüren gar nicht mehr vorstellen. Heute heisst es: Knopf ins Ohr – und ab geht die Musik. Wieder mal hat Apple diesen Trend ausgelöst mit Vorstellung der ­Airpods Pro vor zwei Jahren. Die Besten ihrer Klasse sind die Apple-Ohrstecker aber schon lange nicht mehr. Einer, der es locker mit dem Apple-Produkt aufnehmen kann, kommt aus Dänemark: der Jabra Elite 85t.

Jabra gehört zur dänischen GN Group, einem Hersteller von Hörhilfen und Kopfhörern. Wie die Airpods kommen die Elite 85t in einer kleinen Ladeschale. Mehr als fünf Stunden hält der Akku der Jabra-Kopfhörer mit einer Ladung – in Verbindung mit dem Etui sogar 25 Stunden. In der Praxis kommt das hin. Wie die der Airpods passt die Lade- und Aufbewahrungshülle von Jabra in die fünfte Tasche einer Jeans, die ja ursprünglich Platz für eine Taschenuhr bot.
Die Elite 85t kommen mit verschieden Aufsätzen – ins Testohr passt keiner richtig. Man hat stets das Gefühl, die Kopfhörer könnten bei ­raschen Bewegungen rausfallen, tun sie aber nicht. In der Jabra-App lässt sich nicht nur überprüfen, ob der richtige Aufsatz gewählt wurde. Zudem gibt es einen Hörtest, um den Sound der 85t anzupassen. Nicht zuletzt dies sorgt dafür, dass die dänischen Kopfhörer die von Apple klanglich übertrumpfen. Die Höhen klar, die Mitten voluminös, sogar Bass ist zu spüren – da gibt es nichts zu meckern. In der App lässt sich der Klang über einen Equalizer den eigenen Vorlieben anpassen.

Die Kopfhörer schirmen per ANC (Active Noise Cancelling) für ihre Grösse ziemlich gut gegen Geräusche ab. Es gibt einen Transparenz­modus, bei dem Musik oder ein Podcast ­gehört werden kann und die Aussengeräusche zum Ohr dringen. Das klappt leider nicht so gut wie bei den ­Airpods von Apple. Für einen Preis um 180 Fr. sind die Jabra Elite 85t dennoch ein würdiger ­Rivale.

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