Getestet

Bang & Olufsen Besound Level

Manche Produkte möchte man einfach mögen, wenn sie es einem nur nicht so schwer machen würden. Der Beosound Level von Bang & Olufsen ist so ein Fall. Tolles Gerät, ­Spitzen-Design, wunderbarer Klang – doch schwierig im Umgang. Der tragbare Wifi-Laut­sprecher verdient noch keine Kaufempfehlung.

Den dänischen Unterhaltungselektronik­hersteller Bang & Olufsen gibt es nun seit fast hundert Jahren. Einen Namen hat sich das Unternehmen laut Wikipedia gemacht durch «leichte Bedienbarkeit, aussergewöhnliches Design und guten Service». Auf das Testgerät trifft zumindest der erste Punkt nicht zu. Keine Chance auf einem Android-Smartphone, den Lautsprecher einzurichten – nicht über die App, nicht über den Google-Assistenten, nicht mal via Bluetooth. Bei einem Austauschgerät, weil das erste nach wenigen Tagen den Dienst quittiert hat, treten die gleichen Probleme auf.
Erst via iPhone-App – die zwangsweise eine Registrierung erfordert – funktioniert es. Hurra! Für die Mühen entlohnt der Klang des trag­baren Lautsprechers. Zwei Hochtöner, zwei für die Tiefe und einer für die Mitte bringen einen satten Klang mit einer Balance, die bei einem so kompakten Lautsprecher ihresgleichen sucht. Wer es sich leisten kann, koppelt zwei Beosound Level zu einem Stereo-Paar.

Auch das Design gefällt: Das Äussere ist mit Stoff oder Holz überzogen. Das Innere lässt sich recht einfach reparieren, der Akku ist austauschbar. Das sollte Vorbild sein für andere. Die Batterie hält knapp zehn Stunden – und lässt sich stilvoll über einen magnetischen Stromanschluss laden. Bedient wird der Beo­sound Level über berührungsempfindliche Tasten. Das alles wirkt edel und dem Preis des Geräts von 1349 Fr. angemessen. Es könnte alles so schön sein, wenn die Software problemlos funktionieren würde. Interessierte sollten vor dem Kauf einen Blick auf die App-Bewertungen werfen, ob die Software weiterentwickelt wurde.

, Closing Bell / Getestet

Leser-Kommentare