Getestet

Brompton Electric

Der britische Faltradhersteller Brompton steht für höchste Qualität. Jede Komponente wird in der Londoner Fabrik selbst hergestellt, nichts kommt von der Stange. Entsprechend gross sind die Erwartungen an die elektrische Version, die in der Schweiz ab Anfang Juni erhältlich ist. Ein ideales Timing, wenn man den Rat der Behörden beherzt, vermehrt mit dem Velo zur Arbeit zu pendeln. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass das zusammengefaltete Brompton gratis mit der SBB mitgeführt werden kann.

Es ist durchaus anspruchsvoll, ein batteriebetriebenes Faltvelo zu entwickeln. Die Lösung von Brompton, die Speisung des Motors in einer kleinen Tasche oberhalb des Vorderrads zu verstauen, darf als gelungen betrachtet werden. Angetrieben wird das Fahrrad von einem Radnabenmotor. Er tendiert bei langen Anstiegen dazu, Wärme zu produzieren, was die Effizienz beeinträchtigt. Bei der Testfahrt wurden absichtlich längere Aufstiege berücksichtigt, ein nachteiliger Effekt war indes nicht festzustellen. Der ­einzige Schwachpunkt des Velos betrifft die Bremse. Anstelle der heute üblichen Scheibenbremsen wurde aus praktischen Gründen eine herkömmliche Seitenzugbremse verbaut. Sie führt gerade bei nassem Wetter und Gefälle zu deutlich längeren Bremswegen.

Die Batterie ist in maximal vier Stunden geladen und unterstützt den Fahrer bis 25 km/h. Die Reichweite beträgt bis zu 50 km, was für übliche Pendlerstrecken mehr als genügend ist. Erhältlich ist das mit Batterie bis zu 17 kg schwere Faltrad mit zwei oder sechs Gängen. Empfohlen wird vom Tester jedoch die Sechsgangversion, die 3390 Fr. kostet. Ein Velo, das wohl über Jahre hinweg Freude bereitet.

, Closing Bell / Getestet

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